Halt für Kinder aus belasteten Familien - Neues Gruppenangebot startet Ende September

 

Kinder von psychisch- oder suchtbelasteten Eltern haben häufig Probleme in ihrer Entwicklung. Durch Überforderung oder aufgrund unzureichender Befriedigung kindlicher Bedürfnisse stehen sie oftmals im Abseits. Im Rahmen des Gruppenangebotes „KIWI – Wenn die Welt mal Kopf steht“ sollen die Kinder behutsam in ihre kindliche Rolle zurückgeführt werden.

„KIWI“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Reling, der Psychosozialen Beratungsstelle der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und der Oppenheimer Suchtberatungsstelle des Diakonischen Werks Mainz-Bingen und wird ab dem 30. September alle 14 Tage in Oppenheim stattfinden. Während den jeweils zweistündigen Treffen sollen stabile Kontakte entwickelt werden, welche die Beziehungsfähigkeit der Kinder fördern. Damit einhergehen soll zugleich die Möglichkeit den eigenen Selbstwert und das eigene Selbstbild positiv zu verändern und zu stärken. Hauptziel ist es soziale Kompetenzen zu fördern sowie kindlichen Spaß und Freude zu ermöglichen.

„Das Angebot ist langfristig angelegt und zeitlich nicht begrenzt“, so Lena Amin von der Beratungsstelle Reling. Mit „KIWI“ wolle man die Kinder stabilisieren, um langfristig einen Einstieg in die Sucht oder die Entstehung psychischer Krankheiten zu verhindern. Zusätzlich sollen auch die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten entlastet und unterstützt werden. Durch die Betreuung und Förderung der Kinder entstehe für die Eltern ein Freiraum und damit die Möglichkeit, sich intensiver den eigenen Herausforderungen zu widmen oder eigene Wünsche zu verwirklichen.

Teilnehmen können bis zu acht betroffene Kinder. Die Teilnahme ist kostenlos. Voraussetzung ist lediglich die Einverständniserklärung der Eltern sowie eine freiwillige Teilnahme des Kindes. In Kooperation mit der Jugendpflege der Verbandsgemeinde Nieder-Olm  kann nach Absprache eventuell auch ein Fahrdienst aus der Verbandsgemeinde nach Oppenheim eingerichtet werden.

Nähere Informationen erteilen Lena Amin von der Reling unter 06136 922280 oder Niko Blug vom Diakonischen Werk unter 06133 579114.

02. Juli 2010