Malkmus: Neue Anflugroute nicht akzeptabel - Lösung für Alle finden
Erwin Malkmus, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, begrüßt die Tatsache, dass es Maßnahmen zur Fluglärmreduzierung geben soll. Nicht anfreunden kann sich Malkmus jedoch mit der vorgestellten, neuen Anflugroute, denn diese verlagere den Lärm vorrangig auf die Gemeinden Stadecken-Elsheim und Nieder-Olm.
„Dies ist nicht akzeptabel. Wir müssen eine allgemein verträgliche Lösung finden“, so Malkmus. Es helfe nichts, den Lärm einfach nach Süden zu verschieben, ohne die Ursache zu beheben. Gerade Nieder-Olm sei durch den Autobahnlärm bereits erheblich vorbelastet. Die neue Anfluggrundlinie stelle für die Menschen nicht nur ein zusätzliches Ärgernis dar, welches die Lebensqualität schmälere, sondern berge durch den zu erwartenden Krach auch gesundheitliche Gefahren.
Malkmus wirbt darum, eine weitere alternative Route herauszuarbeiten, die nicht über stark besiedeltes Gebiet, sondern am Rande der Wohnbebauung entlangführt. Vorrangig müsse aber über lärmarme Anflugverfahren nachgedacht werden.
Ob das vorgestellte „Segmented RNAV (GPS) Approach“ wirklich Besserung bringe, müsse sich erst noch beweisen. Umgehend in Betracht ziehen sollte man in jedem Falle jedoch den kontinuierlichen Sinkflug. Dieses Anflugverfahren, welches derzeit vorrangig in Groß-Britannien und speziell auf dem größten europäischen Flughafen in London-Heathrow Anwendung finde, könne für eine spürbare Besserung sorgen. Gleichzeitig werde die Umwelt geschont, da die Triebwerke durch die Leerlaufstellung wesentlich weniger Kerosin verbrauchten.
„Keineswegs aus dem Auge verlieren sollte man im Übrigen aber auch die Abflugrouten“, mahnt Malkmus. Hier müssten Verbesserungen erfolgen, damit die linksrheinischen Gemeinden bei Inbetriebnahme der neuen Nordwestbahn nicht von einer Lärmlawine überrollt werden.
13. Juli 2010

