Strom fürs Leben – Sechs Defibrillatoren mit Notruffunktion für Nieder-Olm
Einer Privatinitiative unter Führung von Dr. Gerhard Kremer und Josef Loosen ist es zu verdanken, dass in Nieder-Olm Anfang Juli an sechs exponierten öffentlichen und jederzeit zugänglichen Standorten Laiendefibrillatoren aufgestellt werden konnten.
Josef Loosen (3. v.l.) und Dr. Gerhard Kremer (4. v.l.) bei der Übergabe der Defibrillatoren. Schirmherren der Aktion „Strom fürs Leben“ sind Stadtbürgermeister Dieter Kuhl (2. v.r.) und der Erste Beigeordnete der VG Erwin Malkmus (3. v.r.).
Diese sollen im Falle eines Herzstillstandes Leben retten. Gleichzeitig aber, dies stellten die Initiatoren klar, dienen sie auch als Notrufsäulen für Hilferufe in medizinischen Notfällen.
Alle sechs Geräte sind über eine Telefonleitung mit dem Deutschen Roten Kreuz direkt verbunden. So ist es problemlos möglich, einen Notruf kostenlos abzusetzen. Sollte darüber hinaus der Einsatz des Defibrillators für eine Wiederbelebung notwendig sein, erhält der Ersthelfer von der Rettungsleitstelle die erforderlichen Anweisungen.
Bei der Bedienung könne man daher nichts falsch machen, so Kremer. Die Leitstelle unterstütze den Helfer bei seinem Vorgehen und dem Einsatz des Defibrillators. Das Gerät entscheide selbstständig, ob eine Defibrillation notwendig oder eine Herzdruckmassage ohne Defibrillation ausreichend ist. Auch gebe der Laiendefibrillator bei der Herzdruckmassage stets eine Rückmeldung über die Qualität der Herzdruckmassage, indem er die Drucktiefe messe und mitteile, ob fester gedrückt werden muss oder ob die Herzdruckmassage gut ist.
Dennoch ist es wichtig, am Defibrillator geschult zu werden, um eine gewisse Sicherheit und Routine im Umgang zu haben. Das Deutsche Rote Kreuz in Nieder-Olm, welches die Anlagen auch in technischer Hinsicht betreut, bietet daher in regelmäßig stattfindenden Kursen die Möglichkeit, das Gerät und seine Benutzung kennenzulernen. Für Informationen steht das DRK telefonisch unter 06136 5993 (Anrufbeantworter – bitte Namen und Rufnummer hinterlassen) zur Verfügung.
Auf eine rege Teilnahme an den Fortbildungen hoffen die beiden Schirmherren Erwin Malkmus (Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nieder-Olm) und der Nieder-Olmer Stadtbürgermeister Dieter Kuhl. Schließlich sehen sie in der Installation der Geräte einen wesentlichen Sicherheitsvorteil für die Bürgerinnen und Bürger den es zu erhalten gelte: „Beteiligen Sie sich aktiv und lernen Sie, anderen zu helfen“, fordern beide auf.
Gleichzeitig bedankten sie sich ausdrücklich bei den zahlreichen Spendern, ohne die die Anschaffung der Geräte nicht möglich gewesen wäre. Insbesondere die Sparkasse Mainz, die Mainzer Volksbank, sowie der Wasgau-Frischemarkt hätten durch ihre finanzielle Unterstützung Großartiges geleistet. Auch das DRK in Nieder-Olm und die Nieder-Olmer Koronarsportgruppe hätten durch ihren Einsatz die Verwirklichung eines „Traumes“ möglich gemacht.
Standorte: Rathaus, Pariser Straße 110 |
Erwin Malkmus und Dieter Kuhl: „Es ist wichtig, das Notrufnetz in Nieder-Olm auszubauen. Hierfür werden jedoch private Spenden benötigt. Jeder Beitrag zählt! Helfen Sie mit!“ Spenden können entrichtet werden auf das Konto 40 774 051 bei der Mainzer Volksbank, BLZ (551 900 00), Kontoinhaber Deutsches Rotes Kreuz, Spendenzweck „Aktion Defis in Nieder-Olm“. |
12. Juli 2010

