Vereintes Europa in Stadecken-Elsheim

 

Vollkommen im Zeichen der europäischen Freundschaft stand Stadecken-Elsheim am ersten Juni-Wochenende. Die Selztalgemeinde war vom 3. bis zum 6. Juni Gastgeber für zahlreiche Besucher aus den Partnergemeinden Rupt-Sur-Moselle (Frankreich), Bovolone (Italien) und Glucholazy (Polen).

Schick herausgeputzt hatte sich Stadecken-Elsheim, um die über 250 Teilnehmer des 4-Nationen-Treffens zu empfangen. Viele Häuser waren mit Landesflaggen geschmückt, um die Verbundenheit mit den europäischen Freunden auszudrücken und um zu demonstrieren, dass die Partnerschaft tatsächlich gelebt wird und nicht nur auf dem Papier existiert.

Viel Mühe hatten sich alle Teilnehmer gegeben, um ein fantastisches Programm auf die Beine zu stellen. Der Kreativmarkt mit Kunstwerken aus Deutschland, Italien, Frankreich und Polen fand dabei große Beachtung. Eine „Spaß-Olympiade“ sorgte zudem am Samstag für einen sportlichen, aber nicht immer bierernsten Wettkampf.

Unbestrittenes Highlight war jedoch der große Festabend in der Selztalhalle. Grund dafür waren unter anderem die großartigen Darbietungen der teilnehmenden Gesangs- und Musikgruppen, die ihre musikalischen Traditionen den Zuschauern näher brachten. Ob Beiträge der Jugendorchester aus Rupt und der Verbandsgemeinde Nieder-Olm oder der Folkloregruppen aus Stadecken-Elsheim und Verona. Sie alle sorgten genau wie der polnische Vortrag für eine ausgelassene Stimmung  und große, emotionale Begeisterung.

Dies war vor allem auch beim Bau des symbolischen „Haus Europa“ zu spüren, welches auf der Bühne der Selztalhalle errichtet wurde. Denn nachdem die vier Wände des Hauses zunächst in den Teilnehmerländern hergestellt und mit nach Stadecken-Elsheim gebracht wurden, fügten sich die Einzelteile an diesem Abend zusammen, um die Verbundenheit und Zusammengehörigkeit zwischen den Partnerstädten zu symbolisieren.

 Ein „richtiges Haus Europa“ bauten unterdessen während der gesamten Festtage die Pfadfinder des Stammes Greifenklau mit ihren polnischen Freunden. Die neue Blockhütte wird fortan auf dem Pfadfindergelände in Stadecken-Elsheim ein dauerhaftes Symbol für das Vereinte Europa darstellen.

Hermann Müller, Ortsbürgermeister von Stadecken-Elsheim, zeigte sich begeistert von der Atmosphäre des 4-Nationen-Treffens. Das friedliche Miteinander werde noch lange, lange in Erinnerung bleiben. „Wir konnten in diesen Tagen so viele zufriedene und glückliche Menschen erleben und so tolle Gespräche führen“, ließ ein emotional gerührter Ortsbürgermeister wissen.

Auch Ralph Spiegler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, war mit dem Verlauf des verlängerten Wochenendes hochzufrieden. Nicht nur in seinen Augen war das Fest ein voller Erfolg. „Wir haben mit unseren bescheidenen Mitteln gezeigt: Die Bürgerinnen und Bürger wollen ein gemeinsames Europa, trotz aller groß-politisch verursachter Krisen.“

Der Dank Spieglers und Müllers richtete sich unterdessen an die vielen Helfer der Bürgerbegegnung. „Sie haben dafür gesorgt, dass Menschen in ihre Heimatstädte zurückgereist sind mit dem Gefühl, dass es sich lohnt Freunde zu haben und gemeinsam an dem Haus Europa zu bauen. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz haben Sie die Begegnung zwischen den vier Nationen für alle zu einem großen Erlebnis werden lassen“, so die beiden Bürgermeister.

14. Juni 2010


 

Motorradgruppe aus Rupt-Sur-Moselle zu Besuch

 

Bereits zwei Wochen vor dem großen Partnerschaftstreffen war eine Gruppe von Motorradfahrern aus dem französischen Rupt-Sur-Moselle zu Gast in Stadecken-Elsheim. Über Pfingsten waren sie zu einer Motorradtour nach Rheinhessen gekommen.

Auf dem Rückweg wurden sie von einigen deutschen Freunden, darunter auch Bürgermeister Ralph Spiegler, auf einem Teil der Strecke nach Hause eskortiert. Von Stadecken-Elsheim aus ging es über Rockenhausen nach Weißenburg im Elsass, wo die Gruppe bei herrlichem Wetter ein gemeinsames Mittagessen einnahm. Danach trennten sich die Wege. Während die Deutschen nach Stadecken-Elsheim zurückfuhren, nahmen die Franzosen Kurs ins ca. 230 km entfernte Rupt-Sur-Moselle, wo sie im Laufe des Pfingstmontags wohl behalten ankamen.

14. Juni 2010