Vertrag mit der EDG zur Nahwärmeversorgung unterzeichnet

 

Mit der kommenden Heizperiode 2010 / 2011 wird sich bei der Beheizung öffentlicher Gebäude in Ober-Olm aus ökologischer Sichtweise einiges zum Positiven verändern.

 
Zufriedene Gesichter bei der Vertragsunterzeichnung: Heribert Schmitt (Ortsbürgermeister Ober-Olm), Erwin Malkmus (Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nieder-Olm), Christoph Zeis (Geschäftsführer der EDG) und Ralph Spiegler (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm) v.l.n.r.

Durch die Unterzeichnung eines Vertrages zwischen der Energiedienstleistungsgesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG) auf der einen Seite und der Verbandsgemeinde Nieder-Olm sowie der Ortsgemeinde Ober-Olm auf der anderen, sollen voraussichtlich ab September jährlich rund 75 % des bisherigen CO2-Ausstoßes eingespart werden.

„In Heizöl gerechnet entspricht dies einem Minderverbrauch von ca. 30.000  Liter und damit der Menge, die zwölf bis 15 Einfamilienhäuser pro Jahr benötigen“, sagt Bürgermeister Ralph Spiegler.

Erwin Malkmus, Erster Beigeordneter und Baudezernent der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, ergänzt, dass „wir neben der positiven Umweltbilanz auch gleichzeitig etwas für den Gemeindesäckel tun“.

Ca. 12 bis 15 % an Kosteneinsparungen erhoffen sich Malkmus, Spiegler und der Ober-Olmer Ortsbürgermeister Heribert Schmitt, der seine Gemeinde durch die Errichtung der Heizanlage auf einem zukunftsweisenden Weg sieht. „Mit der Nahwärmeversorgung setzen wir unseren Weg konsequent fort, den wir im Rahmen der Lokalen Agenda 21 beschritten haben“, so Schmitt.

Das „Herz“ der Anlage wird im Ober-Olmer Bauhof entstehen und kann anschließend mehrere öffentliche Gebäude wie Bauhof, Jugendtreff, Ulmenhalle, Grundschule, Haus der Vereine, Rathaus, Kindertagesstätte St. Elisabeth und Friedhofskapelle beheizen. Darüber hinaus bestehen freie Kapazitäten zum Anschluss der Kirche und eventuell auch von einigen privaten Häusern.

Errichtet und betrieben wird die Anlage von der EDG. Geschäftsführer Christoph Zeis weiß über die Vorteile gegenüber der bisherigen Heizanlage zu berichten, die zur Zeit noch ausschließlich über Erdgas befeuert wird. „Holz ist fast CO2 neutral“, so Zeis. „Dadurch, dass die Nahwärme zu 90 % hiermit abgedeckt werden kann, ist eine sehr hohe Umweltverträglichkeit gegeben.“

Die Kosten für den Bau der rund 585.000 EUR teuren Anlage übernimmt zu 100 % die EDG. Allerdings kann sie sich über einen aus dem Konjunkturpaket II zur Verfügung gestellten Zuschuss in Höhe von 230.000 EUR freuen. Damit sind von der zukünftigen Betreiberin nur noch 355.000 EUR zu stemmen, was sich laut Zeis selbstverständlich positiv auf den Energiepreis der Verbraucher auswirkt und letztendlich auch zu den anfangs angesprochenen Einsparungen führt.

Baubeginn ist laut Zeis voraussichtlich nach den Osterferien, nachdem die erforderlichen Ausschreibungen getätigt wurden. In einem ersten Schritt wird dann mit der Verlegung der Nahwärmekabel begonnen, bevor die alten Einzelheizungen durch moderne Wärmeübergangsstationen ersetzt werden. Mit der Fertigstellung der Gesamtanlage wird noch vor den Sommerferien gerechnet, sodass man pünktlich zur neuen Heizsaison in jeder Hinsicht kräftig sparen wird.