Wird es bald ruhiger in Nieder-Olm? Malkmus und Kuhl setzen sich für Lärmschutzwand an der A63 ein
Bekommt Nieder-Olm nach Ober-Olm und Klein-Winternheim bald eine eigene Lärmschutzwand entlang der A63? Diese Frage war Thema bei einem Treffen zwischen dem Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Nieder-Olm Erwin Malkmus und dem Nieder-Olmer Stadtbürgermeister Dieter Kuhl auf der einen Seite sowie Alexander Schweitzer, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium, auf der anderen.
Unterstützung fanden Malkmus und Kuhl durch den Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann sowie die Landtagskandidatin Claudia Lörsch.
Schweitzer hatte jedoch zunächst keine guten Nachrichten im Gepäck. Im Falle des geplanten dreispurigen Ausbaus zwischen den beiden Nieder-Olmer Anschlussstellen Nord und Süd gelte der erhöhte Grenzwert für Bestandsstraßen, da die Bundesrepublik Deutschland den Umbau nicht als Neuerrichtung klassifiziert habe. Dieser liegt bei 67 dB und wird in Nieder-Olm nicht erreicht. Mit „nur“ 60 dB ist man in Nieder-Olm weit darunter, sodass keine gesonderten Lärmschutzmaßnahmen zu erwarten sind.
„Diese Aussage ist nicht befriedigend“, so Erwin Malkmus. Schließlich berücksichtige der lediglich errechnete Lautstärkewert für Nieder-Olm keineswegs die besonderen topographischen Verhältnisse der Talkessellage.
„Gerade in den oberen Wohnlagen kommt der Autobahnlärm deutlich stärker rüber, als im Stadtzentrum, wo die Belastung rein rechnerisch gesehen wesentlich höher sein müsste“, sagt Stadtbürgermeister Dieter Kuhl. Unabhängig von den theoretischen Belastungswerten müsse daher der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vorrangiges Ziel sein: „Wir brauchen die Lärmschutzwand!“
Um dies zu erreichen schlugen Kuhl und Malkmus vor, dass sich Verbandsgemeinde und Stadt Nieder-Olm finanziell an den Baukosten beteiligen. Nach Ansicht Schweitzers könne damit der Durchbruch pro Lärmschutz gelingen, allerdings müsse diese Frage zunächst noch mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Autobahnamt abgestimmt werden.
Die Nieder-Olmer Kommunalpolitiker setzen nun große Hoffnungen auf das von Ihnen vorgeschlagene Modell der Co-Finanzierung. Im Hinblick auf die Gesundheit der von Auto- und Flugverkehr geplagten Bürgerinnen und Bürger müsse endlich gehandelt werden. Dabei sollten alle Interessen eine gerechte Abwägung finden. Neben dem Wunsch auf besseren Verkehrsfluss sollte man das Hauptaugenmerk auf die unmittelbaren Anwohner der A63 lenken. In diesem Zusammenhang gab Malkmus zu bedenken, dass ein dreispuriger Ausbau eventuell nur in Richtung Mainz notwendig sei, da man den Verkehr in die Gegenrichtung durch andere Maßnahmen bereits optimiert habe. Das in diesem Falle eingesparte Geld könnte man im Gegenzug verstärkt in lärmmindernde Maßnahmen wie die angesprochene Schutzwand oder aber in Flüsterasphalt stecken.
„Damit wäre tausenden von Menschen in unserer Gemeinde geholfen“, sagt Stadtbürgermeister Dieter Kuhl.
22. Juni 2010

