JuPa.

Fotoausstellung zeigt das Leben junger Parkinson-Erkrankter

Mit einer Fotoausstellung im Rathaus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm will die Selbsthilfegruppe "JuPa" Junge Parkinsonkranke Rheinland-Pfalz-Süd eine breite Öffentlichkeit über die Erkrankung bei jüngeren Menschen aufklären und den Betroffenen Mut machen, trotz der chronischen Erkrankung sein Leben aktiv zu meistern. Die Ausstellung kann vom 28. März bis 18. April zu den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Die Eröffnung findet am Dienstag, 28. März um 17 Uhr statt.

Parkinson wird meistens mit älteren Personen in Verbindung gebracht. Doch rund 10 Prozent der Erkrankten sind unter 40 Jahre alt, teilweise sogar noch jünger. Über deren besonderen Probleme ist noch viel zu wenig bekannt.  Was bedeutet die Diagnose für die Betroffenen, die meist mitten in Beruf stehen? Wie reagieren die Familie, Freunde, Arbeitskollegen? Welche Auswirkungen hat die Erkrankung auf Partnerschaft, Karriere und Zukunftsplanung? All diese Fragen spielen für die jungen Erkrankten eine große Rolle. Um Unwissenheit und Vorurteile bei der breiten Öffentlichkeit auszuräumen, hat die Selbsthilfegruppe eine Foto-Wanderausstellung  konzipiert, die bundesweit gezeigt wird.

"Jetzt erst recht!" ist der Titel der Ausstellung. Bis zu 36 Motive sollen zeigen, dass Parkinson eine Erkrankung ist, mit der man alt werden kann und das die Lebensqualität nicht zwangsläufig gegen Null sinken muss. Fotografin Petra Woll-Göttler hat dafür zusammen Parkinson-Erkrankten und deren Angehörigen exemplarische Situationen in Szene gesetzt: Da ist der Keulenschlag, der einen trifft, wenn man von der Diagnose erfährt. Das Gefühl, in einer zentnerschweren Ritterrüstung zu stecken oder sich im Alltag wie gefesselt bewegen zu müssen. Auf der anderen Seite zeigen Motive jede Menge Lebensfreude und Spaß: die Ausfahrt mit dem Motorrad, das Spielen mit dem Hund, die Zweisamkeit mit dem Partner.

„Wir wollen mit der Ausstellung den jungen Parkinson-Erkrankten Mut machen“, so Wilfried Scholl, Initiator und Organisator der Ausstellung. „So schwer wie die Diagnose zum Anfang auch sein mag, das Leben geht weiter – wenn man seine Erkrankung akzeptiert und weiter aktiv sein Leben lebt.“ Doch der Weg, den die jungen Erkrankten gehen müssen, wird ihnen oft nicht leicht gemacht. „Es gibt eine Menge Vorurteile gegenüber den Betroffenen, viel Unwissenheit über die Erkrankung, leider auch noch unter Medizinern“, so Scholl, bei dem Parkinson im Alter von 36 Jahren festgestellt wurde.  Mit der Wanderausstellung wolle man deshalb auch aufklären und einem breiten Publikum zeigen, dass Parkinson eben keine „Alte-Leute-Krankheit“ ist, sondern Menschen betrifft, die mitten im Leben stehen.

Weitere Informationen bei JuPa RLP-Süd (Junge Parkinsonkranke), Ria Gerike & Wilfried Scholl, Tel.: 06301 – 31759, www.jupa-rlp.de, Email: .

15. März 2017

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