Verwaltungsleistungen A-Z

/ Wohnberechtigungsschein

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Leistungsbeschreibung

Der Wohnberechtigungsschein ist eine amtliche Bescheinigung, mit deren Hilfe ein Mieter nachweisen kann, dass er berechtigt ist, in Rheinland-Pfalz eine mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnung (Sozialwohnung) zu beziehen. 

Der Wohnberechtigungsschein ist für maximal ein Jahr gültig.

Sie können den Wohnberechtigungsschein bei der zuständigen Stelle in zwei Varianten beantragen:

  • Allgemeiner Wohnberechtigungsschein
    Die Antragstellerin oder der Antragsteller ist berechtigt, eine beliebige Sozialwohnung zu beziehen.
  • Spezieller Wohnberechtigungsschein
    Wohnungsinteressenten bewerben sich – unter Einhaltung der besonderen Bezugsvoraussetzungen – um eine bestimmte Sozialwohnung. Mit diesem Wohnberechtigungsschein ist die Antragstellerin oder der Antragsteller berechtigt, (nur) diese bestimmte Sozialwohnung zu beziehen.
Spezielle Hinweise für - Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Zum Bezug einer aus öffentlichen Mitteln geförderten Wohnung ist die Vorlage eines Wohnberechtigungsscheines erforderlich.

Die geförderten Wohnungen dürfen nur von Personen, deren Einkommen folgende Einkommensgrenzen nicht überschreiten, bezogen werden.

Vergleich Einkommensgrenzen und hochgerechnete Einnahmen

§ 9 Abs. 2 Wohnraumförderungsgesetz
Haushaltsgröße Einkommens-
grenze (?)
hochgerechnete
Einnahmen (?)
1 Person 1 Erwachsener
12.000,00

18.187,00
2 Personen 2 Erwachsene
18.000,00

26.758,00
  1 Erwachsener und 1 Kind
18.500,00

27.473,00
3 Personen 3 Erwachsene
22.100,00

32.615,00
  2 Erwachsene und 1 Kind
22.600,00

33.330,00
  1 Erwachsener und 2 Kinder
23.100,00

34.044,00
4 Personen 4 Erwachsene
26.200,00

38.473,00
  3 Erwachsene und 1 Kind
26.700,00

39.187,00
  2 Erwachsene und 2 Kinder
27.200,00

39.901,00
  1 Erwachsener und 3 Kinder
27.700,00

40.615,00
5 Personen 5 Erwachsene
30.300,00

44.330,00
  4 Erwachsene und 1 Kind
30.800,00

45.044,00
  3 Erwachsene und 2 Kinder
31.300,00

45.758,00
  2 Erwachsene und 3 Kinder
31.800,00

46.473,00
  1 Erwachsener und 4 Kinder
32.300,00

47.187,00
  

Für jeden weiteren Haushaltsangehörigen
(kein Arbeitnehmer)
und für jedes weitere Kind

4.100,00

500,00

5.857,00

714,00

 

Nachzuweisen ist das Jahreseinkommen (Gehaltsnachweise, Bescheinigungen über Unterhalt, Kindergeld etc.)

Verfahrensablauf

Sie können den Antrag bei der zuständigen Stelle persönlich oder schriftlich stellen. Dabei hat die wohnungssuchende Person für sich und jede zu ihrem Haushalt rechnende Person eine Erklärung über das Einkommen abzugeben.

Voraussetzungen

Einen Wohnberechtigungsschein erhalten Haushalte, deren anrechenbares Einkommen die maßgebliche Einkommensgrenze nicht überschreitet. Die Einkommensgrenze ist abhängig von der Anzahl der zum Haushalt gehörenden Personen und den entsprechenden Förderprogrammen. Ein Wohnberechtigungsschein wird erteilt, sofern das Gesamteinkommen des Haushalts die Einkommensgrenze gemäß § 13 LWoFG nicht überschreitet. Siehe hierzu auch "Wohnberechtigungsschein Anspruch berechnen".

Das Gesamtjahreseinkommen setzt sich aus dem Bruttojahreseinkommen aller zum Haushalt gehörender Personen zusammen. Es wird nach Maßgabe des Landeswohnraumförderungsgesetzes ermittelt.

In Ausnahmefällen kann ein Wohnberechtigungsschein auch ohne Einhaltung der maßgebenden Einkommensgrenzen zur Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse einer haushaltsangehörigen Person oder zur Vermeidung besonderer Härten erteilt werden. Dies muss nach den Umständen des Einzelfalls geprüft werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • Personalausweis
  • Nachweis über das Einkommen von allen Personen, die in die Wohnung einziehen möchten (z.B. Einkommensnachweis, welcher vom Arbeitgeber auszufüllen ist, letzte(r) Einkommensteuerbescheid/-erklärung und letzter steuerlich anerkannter Gewinn bzw. Nachweis über Steuerbescheid bei Gewerbetreibenden/Selbstständigen).

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren beziehungsweise Kosten an.

Welche Fristen muss ich beachten?

Der Wohnberechtigungsschein muss vor Bezug einer geförderten Wohnung der Vermieterin oder dem Vermieter vorgelegt werden.

Rechtsgrundlage

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