Kommune inklusiv

Verbandsgemeinde Nieder-Olm will „Kommune Inklusiv“ werden

Mit der neuen Initiative Kommune Inklusiv engagiert sich die Aktion Mensch für die Umsetzung von Inklusion und begleitet fünf Modell-Kommunen über einen Zeitraum von fünf Jahren auf ihrem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft. „Meine Vision ist, dass in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm alle Menschen selbstverständlich miteinander leben. Menschen jeden Alters, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete.“, so Gracia Schade, Vorsitzende des Beirates für Menschen mit Behinderung und Projektleitung.


Die Kommune Inklusiv im Internet: www.vg-kino.de

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„Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm – seit Oktober 2010 mit dem Prädikat „Ort der Vielfalt“ der Bundesregierung ausgezeichnet – versteht sich als eine offene, vielfältige und tolerante Verbandsgemeinde für alle Menschen. Dies gilt für die Menschen, die hier leben, arbeiten, uns besuchen.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem ZsL Mainz, der Stadt Nieder-Olm und unseren Gemeinden als Modell-Kommune an unserer Vision der „inklusiven Kommune“ arbeiten können.“, so Bürgermeister Ralph Spiegler.

Die Ziele von Kommune Inklusiv

  • In den Modell-Kommunen bilden sich nachhaltig Inklusionsnetzwerke mit Partnern aus Verwaltung, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden, Selbsthilfe und Unternehmen. Dabei bündelt jeweils ein Partner das Engagement eines lokalen Netzwerks.
  • Kommune Inklusiv ermöglicht die Entwicklung, Umsetzung und Erprobung von modellhaften Konzepten für die Gestaltung von Inklusion, die allen Kommunen in Deutschland als Vorbild dienen.
  • Die Initiative schafft einen Wissens- und Projekttransfer von regionalen Inklusionsmodellen, an dem bundesweit Städte und Gemeinden teilhaben können.
  • Die Online-Plattform der Initiative informiert über Inklusion in Städten und Gemeinden und gewinnt Nachahmer in ganz Deutschland.

Die Fünf Modell-Kommunen

Aus fast 130 Bewerbern hat die Aktion Mensch fünf Kommunen ausgewählt:

  • Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Schneverdingen (Niedersachsen)
  • Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz)
  • Erlangen (Bayern)
  • Schwäbisch Gmünd (Baden-Württemberg) 

Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Für die Verbandsgemeinde Nieder-Olm hat sich das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V. (ZsL) bei Kommune Inklusiv beworben. Das ZsL ist eine Beratungsstelle und Interessenvertretung für Menschen mit Behinderung. Es unterstützt sie, auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Das Zentrum engagiert sich einerseits in Lebensbereichen wie Arbeit, Wohnen oder Freizeit. Andererseits setzt es sich für eine Verbesserung der generellen Rahmenbedingungen ein. Seine  Hauptansprechpartnerin für Kommune Inklusiv ist Gracia Schade.

Kontakt:

Gracia Schade, Projektleitung, Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, Mainz e.V., Telefon: 0151-18355089  , E-Mail:

Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Annette Hambach-Spiegler, Telefon 06136-69 120, E-Mail:   

Auswahlkriterien bei der Bewerbung

Bei der Auswahl der Pilotregionen waren unter anderem diese Kriterien entscheidend:

  • Wie sind die Voraussetzungen für den Aufbau eines Inklusionsnetzwerks? Ist die kommunale Verwaltung aktiver Partner des Netzwerks?
  • Wie viel Engagement und Professionalität können die Beteiligten einbringen – auch auf lange Sicht?
  • Haben die Akteure ein breites Inklusionsverständnis, das z. B. über Maßnahmen wie Rollstuhlrampen oder Niederflurbusse hinausgeht? Sind entsprechend dieses Verständnisses genügend unterschiedliche von Ausgrenzung betroffene Zielgruppen im Netzwerk vertreten und werden die Bürger in die Prozesse einbezogen?
  • Welches Entwicklungspotential für Inklusion bringen die Bewerber mit? Haben sie sich realistische Ziele gesetzt, die den aktuellen Grad an Inklusion deutlich steigern. 

Die Unterstützung

Die Aktion Mensch unterstützt die Modell-Kommunen mit geldwerten Leistungen wie Weiterbildungsmaßnahmen oder den Aufbau eines Prozessmanagements. Dies beinhaltet Angebote wie:

  • Prozessbegleitung, z. B. Beratung, Coaching und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit
  • Professionalisierung und Wissenstransfer, z. B. Seminare und Fachtagungen
  • Projektförderung: Zusätzlich können die Modell-Kommunen für neue Inklusions-Projekte auch Förderanträge bei der Aktion Mensch stellen.

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluierung

Als Kooperationspartner wird die Universität Frankfurt am Main die Initiative während des gesamten Zeitraums begleiten. Die Hochschule hat die Rolle des objektiven Beobachters und evaluiert den Erfolg des Projekts mit wissenschaftlichen Forschungsmethoden.

Weitere Informationen über die Initiative Kommune Inklusiv finden Sie unter: aktion-mensch.de/presse.

Über die Aktion Mensch e.V.
Die Aktion Mensch e.V. ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich in Deutschland. Seit ihrer Gründung im Jahr 1964 hat sie rund 3,9 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergegeben. Ziel der Aktion Mensch ist, die Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung, Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das selbstverständliche Miteinander in der Gesellschaft zu fördern. Mit den Einnahmen aus ihrer Lotterie unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte. Möglich machen dies rund vier Millionen Loskäufer. Zu den Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Paritätischer Gesamtverband und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Seit Anfang 2014 ist Rudi Cerne ehrenamtlicher Botschafter der Aktion Mensch.

Kontakt:
Telefon: 06136/ 69-0
Telefax: 06136/ 69-210
Anschrift:
Verbandsgemeinde
Nieder-Olm
Pariser Straße 110
55268 Nieder-Olm