Lebendige Gärten und Höfe

Lebendige Gärten und Höfe

Der Verbandsgemeinderat hat im Dezember 2017 beschlossen, innerhalb der Verbandgemeinde (VG) einen Förderpreis zum Thema „Lebendige Gärten und Höfe“ auszuschreiben. „Dahinter steckt die Überzeugung, dass jeder vor der eigenen Haustür einen Beitrag gegen das Insektensterben und für die Erhaltung der Artenvielfalt leisten kann “, so Bürgermeister Ralph Spiegler. Doris Leininger-Rill, Erste Beigeordnete, ergänzt: „Artenvielfalt ist enorm wichtig. Sie sorgt für ein stabiles Ökosystem, von dem alle Lebewesen profitieren.“ 

Insgesamt keine abwegige Idee, da es laut NABU in Deutschland ca. 13 Millionen Privatgärten gibt und sie zusammen etwa die gleiche Fläche einnehmen wie alle Naturschutzgebiete im Land.

Der eigene Garten rückt verstärkt in den Vordergrund, wenn es darum geht, einen Beitrag zum Überleben unserer heimischen Tierwelt zu leisten. Die Flächenversiegelung und Schottergärten in Siedlungen sind oft Gegenstand öffentlicher Diskussion. Die Entwicklung ist besorgniserregend, denn gerade in einem vielfältig strukturierten Naturgarten können heimische Tier- und Pflanzenarten ein Zufluchtsort und Stützpunkt finden und so der Rückgang mancher Populationen gemildert und im besten Falle sogar vermieden werden. Schätzungen zu Folge kommen wenigstens ca. 2700 Arten unserer heimischen Fauna in den bestehenden Naturgärten vor. Für den Förderpreis der Verbandsgemeinde werden in erster Linie naturnahe Gärten und Höfe mit Obstgehölzen oder Beerensträuchern, Kräuterspiralen, Trockenmauern oder insektenfreundlichen Beeten mit heimischen Pflanzen, Nisthilfen und Teichen als positiv eingestuft. Reine Rasenflächen, von exotischen Pflanzen umrahmt, werden hingegen nicht bewertet.

Übrigens: 2019 wurde der erste Preis einer Einwohnerin zuteil, die mit ihrem Garten bereits im Vorjahr teilnahm und dann alle Tipps zur Verbesserung konsequent umgesetzt hat. Es war nebenbei auch der kleinste teilnehmende Garten. Das macht deutlich - Naturnähe ist nicht von der Größe der Fläche abhängig!

Insgesamt werden zehn Geldpreise mit einem Höchstbetrag von 500 EUR prämiert. Die Preisträger erhalten zusätzlich eine Plakette, die an der Hauswand auf den verliehenen Preis hinweist.

Angesprochen zum Mitmachen sind Bürgerinnen und Bürger in allen acht Kommunen der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, außerdem Schulen, Kindergärten, Kirchen oder sonstige Vereinigungen im Verbandsgemeindegebiet. Eine Jury wird die Teilnehmer besuchen und ihre Flächen für eine Preisvergabe bewerten und behält sich vor, eine maximale Anzahl der zu besichtigen Gärten oder Höfe durch eine Vorauswahl festzulegen. Einen entsprechenden Bewertungskatalog hat das Gremium festgelegt.

Anmeldezeitraum: 20.02.2020 bis 11.05.2020 Senden an:

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