Knigge für Feld und Flur.

Knigge für Feld und Flur

Auch Jogger, Fahrradfahrer, Reiter und Spaziergänger nutzen gerne Wege und Flächen, die in erster Linie landwirtschaftlichen Zwecken dienen. Oft kommt es dabei zu Missverständnissen zwischen Erholungssuchenden und Landwirten. Die Beachtung einfacher Verhaltensregeln kann das entspannte Miteinander auf Feld und Flur erleichtern.

Freizeit- oder Wirtschaftsweg?

Auf landwirtschaftlichen Flächen werden unsere Lebensmittel sowie Futtermittel und nachwachsende Rohstoffe erzeugt. Wirtschaftswege sind für Landwirte angelegt, um vom Hof auf die Felder und zurück zu gelangen. Besonders zur Aussaat und Ernte werden sie stark genutzt.

Auch an den Sonn- und Feiertagen, wenn viele Leute frei haben, müssen Landwirte wetterbedingt mit ihren großen Traktoren und Erntemaschinen auf die Felder fahren - nicht selten unter Zeitdruck. Die Fahrzeuge sind schwer manövrierbar und ein Ausweichen ist nicht ohne weiteres möglich. Freizeitsportlern sowie auch kleineren Fahrzeugen fällt es dagegen leichter, rechtzeitig auszuweichen.

Sicher ist sicher: Auf unebenen Seitenstreifen joggen, radeln oder reiten birgt Gefahren. Es befinden sich oft Rinnen und Gräben zwischen Weg und Acker. Wer auf Wirtschaftswegen unterwegs ist, muss mit Verschmutzungen und Fahrrillen rechnen.

Bitte nicht verwechseln!

Feld oder Wiese?

Bepflanzte Getreideflächen sehen im frühen Wachstum wie grüne Wiesen aus. Das Betreten dieser Flächen kann jedoch ernste Schäden an den jungen Pflanzen und somit geringere Erträge verursachen.

Mit oder ohne Zaun?

Grundsätzlich dürfen landwirtschaftlich genutzte Flächen während der Nutzzeit, das ist die Zeit zwischen Saat und Ernte, nicht betreten werden. Egal ob die Flächen eingezäunt sind oder nicht.

Spaß oder Ärger?

Drachen steigen lassen macht Spaß. Außer dem Fluggerät braucht man nur noch das passende Wetter und ein freies Feld. Abgeerntete Flächen können dafür problemlos genutzt werden. Alte Drachenschnüre aber bitte wieder mitnehmen, sonst verheddern sie sich in den Maschinen der Landwirte. Dies kann Maschinenausfall, hohe Kosten und viel Ärger verursachen.

Allgemeingut oder Eigentum?

Die Feldfrüchte, auch wenn sie noch so verlockend aussehen, dürfen nicht einfach mitgenommen werden. Sie gehören den Landwirten, die vom Verkauf ihrer Produkte leben.

Unterwegs mit Hunden

Die Natur ist verlockend und lädt zu ausgiebigen Spaziergängen mit dem Hund ein. Das ist unproblematisch, solange die Hundehalter mit ihren Vierbeinern auf den Wegen bleiben und ihnen keinen freien Auslauf auf die Nutzflächen gewähren. Auf dem Feld budeln Hunde gerne Löcher und können dadurch Schäden an Pflanzenbeständen und landwirtschaftlichen Maschinen verursachen. Viele Hundebesitzer sind sich zudem nicht bewusst, dass der Hundekot das Erntegut und somit die Nahrungs- und Futtermittel verunreinigt. Der Kot kann eine Infektionsquelle für zahlreiche Krankheiten sein.

Abfall als Gefahrenquelle

Zum respektvollen und umweltbewussten Verhalten gehört es, keine Abfälle in Feld und Flur zu hinterlassen. Sie bergen Verletzungs- und Vergiftungsgefahren für die Tiere und können Schäden an landwirtschaftlichen Maschinen bewirken. Abfälle in der Natur sind unschön und gefährlich. Sie gehören in den Hausmüll.

Miteinander reden

Jeder hat ein Recht auf Erholung in der freien Natur, aber ebenso die Pflicht, Natur und Landschaft pfleglich zu behandeln. Dazu gehören auch die landwirtschaftlichen Nutzflächen. Für manche sind sie der Ort, um sich zu erholen, für Landwirte sind sie jedoch die Existenzgrundlage. Doch wie sieht die Arbeit der Landwirte rund ums Jahr aus? Wie werden die Lebensmittel erzeugt? Die örtlichen Landwirte geben gerne Einblick in ihre Produktion und informieren über den Schutzbedarf ihrer Flächen und Wege. Information und Meinungsaustausch bereichern jeden und fördern ein gegenseitiges Verständnis. Der Dialog lohnt sich!

Infobroschüre "Knigge für Feld und Flur"Der Knigge für Feld und Flur als pdf-Download.

 

 

 

 

 

 

 

Text: information.medien.agrar e.V. (i.m.a) - www.ima-agrar.de

Anschrift:
Verbandsgemeinde
Nieder-Olm
Pariser Straße 110
55268 Nieder-Olm
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