Flugrouten. Foto: beermedia | fotolia.com

Lärmpausen: keine positiven Wirkungen über der VG Nieder-Olm

Die vorliegenden Modelle für Lärmpausen haben kaum positive Wirkungen auf die Fluglärmbelastung über der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Das ganze Lärmpause-Modell krankt nach Ansicht von Bürgermeister Ralph Spiegler und dem ersten Beigeordneten Erwin Malkmus daran, dass keine Reduzierung der Flugbewegung insgesamt und auch nicht innerhalb der gesetzlichen Nachtruhe vorgesehen ist.

Die Neuverteilung des Fluglärms zwischen 22:00 und 23:00 bzw. 05:00 und 06:00 Uhr wird nach Auffassung von Spiegler und Malkmus keine Erleichterungen bringen, im Gegenteil.

Die Flugrouten bei Starts bei Westbetrieb von allen drei Startbahnen verlaufen über der VG nahezu identisch, so dass keine Entlastungen durch unterschiedliche Bahnennutzung entstehen können.

Bei den Landungen bei Ostwind werden in allen Modellen entweder die Südbahn oder die Centerbahn genutzt. „Klein-Winternheim, Ober-Olm und Essenheim bleiben Fluglärmbrennpunkte, da sie den Krach von Süd- und Centerbahn abbekommen. Wird die Nordwestbahn nicht genutzt, steigt die Lärmbelastung auf den beiden anderen Landebahnen über der VG“, so die Analyse von Spiegler und Malkmus.

Fluglärm-Entlastung für die VG würde es erst geben, wenn dem Flughafen engere Grenzen gesetzt werden. „Es bleibt dabei, dass für uns eine Verlängerung des Nachtflugverbotes auf den Zeitraum von 22:00 bis 06:00 Uhr, eine Reduzierung der Zahl der Flugbewegungen insgesamt sowie steilere An- und Abflugverfahren vordinglich sind“, erklären Spiegler, Malkmus und der Fluglärmbeauftragte Bernd-Olaf Hagedorn.

Foto: beermedia | fotolia.com
22. September 2014

Kommentar verfassen
No comments available.
Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.
Einverstanden