Flugzeug. Foto: Peter Ehmann | aboutpixel.com

VG Nieder-Olm lehnt vorgestellte Alternativen zur Südumfliegung ab

Mit Vehemenz und deutlicher Schärfe protestiert die Verbandsgemeinde Nieder-Olm gegen die von der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorgestellten Übergangslösungen zur Südumfliegung. „Mit den präsentierten Routen würde erneut einseitig Flugverkehr in die Verbandsgemeinde Nieder-Olm verschoben“, beklagt Bürgermeister Ralph Spiegler.

In der Tat verheißt das, was kommt, sollte die Südumfliegung endgültig für unrechtmäßig erklärt werden, nichts Gutes. Denn durch die geplante Umwidmung der gegenwärtigen Nachtabflugstrecken zu ganztägig genutzten Routen, könnte es für weite Teile der Verbandsgemeinde Nieder-Olm ganz dicke kommen. 

„Die aktuelle Belastung durch die Südumfliegung würde noch getoppt durch die große Zahl der zusätzlichen Nordabflüge, die über unseren Ortsgemeinden Klein-Winternheim, Ober-Olm und Essenheim nach Nordosten abfliegen“, so Spiegler.  

Ohnehin sind die genannten Orte schon jetzt durch die langen Endanflüge bei Ostwind hoch belastet. Eine intensive Nutzung der in Rede stehenden Abflugrouten würde Fluglärm an 365 Tage im Jahr bedeuten, ohne dass dringend notwendige Ruhepausen entstünden. 

Besonders verwundert zeigt sich Spiegler, dass der Taunus einmal mehr deutlich verschont wird, da die direkten Nord- und Nordwestabflugrouten ausschließlich bei Verkehrsspitzen genutzt werden sollen.

Es liege erneut der Verdacht nahe, dass sich die DFS einseitig von Einflussnahmen durch hessische Kommunen habe leiten lassen. Eine gleichmäßige Verteilung der Belastungen durch Fluglärm sehe jedenfalls anders aus, als die jetzt veröffentlichte Übergangslösung. Zudem mute es sehr merkwürdig an, dass die DFS bei der Suche nach Alternativen zur Südumfliegung ausschließlich Routenalternativen in Betracht ziehe, die in weiten Teilen der Südumfliegung entsprechen. 

In einem Schreiben an Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der DFS, fordert Spiegler die Flugsicherung auf, sich bei der Planung von Flugrouten, bzw. bei der Planung der Belegung bestehender Flugrouten, am Gemeinwohl zu orientieren und einseitige Belastungen von Rheinhessen mit Fluglärm zu vermeiden.

Foto: Peter Ehmann | aboutpixel.com
25. Februar 2014

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