Chor des GymNO besucht Głuchołazy

Nach einer zwölfstündigen Nachtfahrt kamen wir, die rund 50 Chorsängerinnen und Sänger des Oberstufen- und Kammerchores des Gymnasiums Nieder-Olm, in der Partnerstadt Głuchołazy erschöpft an. Wir wurden von Karin Kerkewitz, Catherine Weber sowie unserem Chorleiter Roland Bolender auf dieser Konzertreise begleitet.

Nach  zwei anstrengenden, aber ertragreichen Probentagen folgte eine für uns sehr besondere Begegnung: Der örtliche Jugendchor „Capricolium“ probte mit uns für unseren gemeinsamen Auftritt. Trotz der Sprachbarrieren fühlten wir uns durch die Musik direkt verbunden, vor allem durch zwei Stücke auf der uns jeweils unbekannten Sprache. Bei anschließendem gemeinsamen Grillen mit Lagerfeuer, Musik und Tanz ließen wir den Abend ausklingen.

Der Oberstufen- und Kammerchor des Gymnasiums Nieder-Olm vor dem Kulturzentrum in Glucholazy.Der Oberstufen- und Kammerchor des Gymnasiums Nieder-Olm vor dem Kulturzentrum in Glucholazy.

Am Abend des nächsten Tages stand unser erster Auftritt im Kulturzentrum von Głuchołazy auf dem Programm. Die sehr große Aufregung und Anspannung unter uns Sängern verflog mit den ersten Tönen. Was folgte, war ein umjubelter Auftritt beider Chöre. Am Sonntagmorgen sangen wir begleitet von unserer Band in der völlig überfüllten Kirche von Głuchołazy. Ein tolles Erlebnis und gleichzeitig ein weiterer Einblick in die polnische Kultur. Nach unserem Abendkonzert schließlich wartete unser einzigartiger Busfahrer Sascha mit einer besonderen Überraschung auf: Sascha hatte seinen Bus für die Rückfahrt in eine rollende Disko mit Light-Show verwandelt. Ein stimmungsvolles Spanferkelessen rundete die Konzerttage ab.

Der Oberstufen- und Kammerchor vor dem Krakauer Königsschloss.Der Oberstufen- und Kammerchor vor dem Krakauer Königsschloss.

Nach einer kurzen Nacht machten wir uns auf den Weg in das Konzentrationslager Auschwitz. Die Hitze sowie die realitätsnahen Darstellungen der grausamen Umstände, machten uns schwer zu schaffen. Der Einblick in die deutsche Vergangenheit rührte viele von uns zu  Tränen und beschäftigte uns viele weitere Tage. Auf dem anschließenden Weg nach Krakau waren alle Chormitglieder sehr in sich gekehrt und verarbeiteten, jeder auf seine Weise, die erfahrenen Eindrücke. In Krakau nahmen wir uns einige Stunden, die Stadt zu erkunden. Der Kammerchor hatte die große Ehre, in der Krakauer Marienkirche, die Hauptkirche direkt am zentralen Marktplatz, singen zu dürfen und beglückte so die vielen anwesenden Besucher aus aller Welt mit A Capella-Gesang. Unsere einwöchige Konzertreise endete so wie sie begonnen hatte - mit Freude am Singen.

Text: Lisa Faust, Hannah Pfützner
27. Juli 2015

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