Menschen in einer Sprechblase. Foto: mikiekwoods | Fotolia.com

Runder Tisch Asyl koordiniert Hilfen in der VG Nieder-Olm

Rund 100 Flüchtlinge leben derzeit in der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Doppelt so viele werden es voraussichtlich zum Ende des Jahres 2015 sein. Um die Asylbewerber in die Dorfgemeinschaften besser zu integrieren und um ihnen Hilfen zum Start in ein neues Leben zu geben, tagt in regelmäßigen Abständen der "Runde Tisch Asyl" mit Vertretern von Stadt, Ortsgemeinden, Kirchen und Institutionen und bespricht, wie dies am sinnvollsten realisiert werden kann.

Bessere Vernetzung geplant 

Die Teilnehmer des Runden Tischs koordinieren die verschiedenen ehrenamtlichen Hilfsangebote, die es auf Verbandsgemeindeebene gibt. "Die Ergebnisse sind durchweg positiv", verteilt Bürgermeister Ralph Spiegler ein großes Lob an die Ehrenamtlichen. Gerade, dass man innerhalb kürzester Zeit, sehr gut funktionierende Strukturen in den Gemeinden aufgebaut habe und die Engagierten den gegenseitigen Austausch suchten, sei sehr zu begrüßen. Die Situation sei dadurch nicht vergleichbar mit der Flüchtlingswelle in den 90ern. Vieles funktioniere heute wesentlich besser als damals. Gleichwohl wolle man die Abläufe weiter optimieren. 

Anlässlich der jüngsten Sitzung des Runden Tisches Asyl kamen die Vertreter der Verbände deshalb überein, die Vernetzung untereinander zu intensivieren. Dies soll auf verschiedenen Wegen erfolgen. Eine Rolle könnte hier eventuell die Einrichtung eines Internetforums zum Meinungs- und Informationsaustausch spielen, in welchem sich die Nutzer gegenseitig Ratschläge und Tipps geben können. 

Überhaupt soll das Medium Internet intensiver genutzt werden. Ein erster Schritt ist die Einrichtung einer Möbel-Börse auf der Internetseite der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Dort sollen zukünftig Informationen über gespendete Möbel verfügbar sein. Dies hat den Vorteil, dass die Vermittlung von Gebrauchtmöbel wesentlich schneller, aktueller und unkomplizierter von statten gehen wird als bisher. 

Sprachkurse: das A und O für eine bessere Integration 

Ein wichtiger Baustein für die Integration von Flüchtlingen stellt die Sprache dar. Insofern verwundert es nicht, dass Sprachkurse eine hohe Priorität genießen. Gerade die Kreisvolkshochschule hält dezentral mehrere Angebote parat. Dazu gehören Erwachsenenkurse genauso wie spezielle Kurse für Kinder, die in den Grundschulen stattfinden. Darüber hinaus bieten auch die ehrenamtlich Engagierten mehrere offene Sprachkurse an. In naher Zukunft soll es zudem auch einen weiteren Integrationskurs für anerkannte Flüchtlinge geben, der neben einem 600-stündigen Deutschkurs auch einen 60-stündigen Orientierungskurs mit den Themenbereichen deutsche Geschichte und Politik beinhalten wird. 

Informationsbroschüre 

Als Orientierungsleitfaden hat die Verbandsgemeinde Nieder-Olm zudem eine Informationsbroschüre für Asylbewerber vorgestellt. Dort finden sich - zunächst zweisprachig in deutsch und  englisch - Infos mit vielen wichtigen Adressen. Aufgeführt sind z.B. Ärzte oder behördliche Anlaufstellen. 

"Mit all unseren Maßnahmen erhoffen wir uns, den Menschen eine Orientierungshilfe an die Hand geben zu können, die Ihnen die Integration erleichtert", so Ralph Spiegler.

Foto: mikiekwoods | Fotolia.com
9. März 2015

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