Flugrouten.

Stimmrecht in Fluglärmkommission: Rheinhessen nicht weiter diskriminieren

Auf entschiedene Ablehnung der Verbandsgemeinde Nieder-Olm stoßen Pläne des Vorsitzenden der Fluglärmkommission, Thomas Jühe, dem Kreis Mainz-Bingen das Stimmrecht in der Fluglärmkommission zu entziehen. „Schon jetzt ist Rheinhessen gegenüber den hessischen Kommunen deutlich unterrepräsentiert. Dieses Missverhältnis darf nicht unter dem Deckmäntelchen einer Straffung der Fluglärmkommission weiter verschlimmert werden“, kritisieren Bürgermeister Ralph Spiegler und der 1. Beigeordnete der VG, Erwin Malkmus.

Der Fluglärmbeauftragte Bernd-Olaf Hagedorn erinnert daran, dass der hessische Verkehrsminister Tarik Al-Wazir die Aufnahme der VG sowie der Ortsgemeinden Klein-Winternheim und Ober-Olm immer mit dem Argument abgelehnt hat, Rheinhessen sei über den Kreis Mainz-Bingen in der Fluglärmkommission ausreichend vertreten. In einem Schreiben an Al-Wazir fordert Bürgermeister Spiegler, die Jühe-Pläne zurückzuweisen. Es könne nicht angehen, dass Orte wie Griesheim bei Darmstadt in der Fluglärmkommission vertreten seien, Rheinhessen aber komplett ausgeblendet werde.  

Spiegler und Malkmus weisen darauf hin, dass die VG ganzjährig mit Fluglärm belastet ist. Bei Westwind durch die Südumfliegung. Bei Ostwind werden vor allem Essenheim, Klein-Winternheim und Ober-Olm von über 400 Jets überflogen, mit einem Lärmpegel von bis zu 80 dB.

„Entscheidungen über neue Flugrouten sind in den letzten Jahren regelmäßig zu Lasten von Rheinhessen gefallen. Jetzt darf die Diskriminierung der Region nicht noch durch einen Stimmrechtsentzug verschärft werden“, so Spiegler und Malkmus.

31. März 2015

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