Zu Besuch in der Partnerstadt Głuchołazy

Über 30 Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde Nieder-Olm reisten gemeinsam mit Bürgermeister Ralph Spiegler an der Spitze zu einem Freundschaftsbesuch in die Partnergemeinde Głuchołazy im Kreis Nysa.

Über 30 Personen nahmen an der diesjährigen Partnerschaftsreise teil.Über 30 Personen nahmen an der diesjährigen Partnerschaftsreise teil.

Doch die Fahrt ging dieses Mal nicht direkt in die Partnergemeinde, sondern zuerst nach Posen (Poznań). Dort wurden die Reiseteilnehmer bereits von Bürgermeister Edward Szupryczyński, Krystyna Jankovy, Krzysztof Misniakiewicz sowie Karin Kerkewitz (Dolmetscherin), die mit dem Oberstufenchor des Gymnasiums Nieder-Olm bereits seit einer Woche in Polen war, erwartet.

Der erste Höhepunkt war eine Stadtführung mit einem genialen Stadtführer, Prof. Armin Mikos von Rohrscheidt, der mit großer Sachkenntnis und Witz durch den neuen Teil Posens führte.

Kultur ist neben der Wirtschaft zum zweiten Standbein der knapp 600.000 Einwohner zählenden Stadt geworden. Überall findet man gemütliche Kneipen und Cafes. Das Stadtbild ist zudem jugendlich geprägt, denn von den etwa 600.000 Einwohnern sind 120.000 Studenten.

Bunte Häuser prägen das Stadtbild Posens.Bunte Häuser prägen das Stadtbild Posens.

"Unser Professor" empfing uns nach dem Frühstück zum zweiten Teil der Stadtführung, dieses Mal zu der Dominsel und zum Posener Marktplatz. Herzstück von Poznań ist der Stary Rynek (Altmarkt). Den strahlenden Mittelpunkt bildet das vom italienischen Baumeister Giovanni Battista um 1550 erbaute Rathaus. Mit seiner farbenfrohen dreigeschossigen Arkadenloggia gilt es als einer der schönsten Renaissancebauten in Mitteleuropa. Jeden Mittag um 12 Uhr öffnen sich die Metalltüren im Rathausturm und die berühmten Posener Böckchen, Wahrzeichen der Stadt, springen heraus.

Posener Böckchen, Wahrzeichen der Stadt.Posener Böckchen, Wahrzeichen der Stadt.

Während der einstündigen Freizeit bis zum Mittagessen versorgten sich Viele mit den berühmten Posener Martinshörnchen, eine nussige kalorienhaltige Köstlichkeit.

Nach langer Fahrt über Landstraßen wurden wir im Kloster des Oblatenordens in der Partnergemeinde Głuchołazy von den polnischen Gastgebern sehnsüchtig erwartet.

Schon bei der Begrüßung durch den polnischen Bürgermeister Edward Szupryczyński wurde deutlich, welche enge freundschaftliche Beziehungen zwischen den Familien in den vergangenen neunzehn Jahren entstanden sind. Mitreisende, die zum ersten Mal bei dieser Fahrt dabei waren, zeigten sich überrascht, wie liebevoll und herzlich sie willkommen geheißen und aufgenommen wurden. 

Der Samstag war ohne Programm, so dass Gastgeber und Gäste ihren Tag frei gestalten konnten und Zeit für Gespräche, Wanderungen, Schiffsfahrten u.ä. blieb.

Den Abschluss der Reise bildete der traditionelle Festabend, der in einem neuen Hotel nahe der tschechischen Grenze mit einem wunderschönen Ausblick in die waldreiche und hügelige Landschaft stattfand. Beim Austausch der Gastgeschenke zu Beginn der Feier wurde auch den vielen Helferinnen und Helfern im Hintergrund gedankt. Bei den kurzen Abschiedsworten der Bürgermeister, Beigeordneten und der Sprecherin des Partnerschaftskomitees, Lisa Kahmann, wurde deutlich: Deutsche und Polen leben als Freunde in Europa.

Gastgeber und Gäste tauschen gegenseitig Geschenke aus.Gastgeber und Gäste tauschen gegenseitig Geschenke aus.

Text: Sabine Urbas
Fotos: Friedel Boller
11. Juni 2015

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