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Ich umfasse einen Baum - Ausstellung mit Bildern von Kindern aus suchtbelasteten Familien eröffnet

Am vergangenen Dienstag wurde im Nieder-Olmer Rathaus die Wanderausstellung "Ich umfasse einen Baum" eröffnet. Sie zeigt Bilder, gemalt von Kindern aus suchtbelasteten Familien. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 4. März während den allgemeinen Öffnungszeiten des Rathauses.

Die Veranstaltung erfolgt im Rahmen der Aktionswoche für Kinder aus suchtbelasteten Familien, die auf Initiative der Psychosozialen Beratungsstelle Reling in Nieder-Olm stattfindet. Ralph Spiegler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, spricht von einer beeindruckenden Ausstellung und lobte zugleich die präventive Arbeit, die die Reling seit Jahren leistet.

Ich umfasse einen Baum: die Ausstellung wurde u.a. eröffnet von Bürgermeister Ralph Spiegler, Volker Keuch (Reling), Lena Amin (Reling), Michael Kröhler (Freundeskreis) sowie Stefan Kempe (Jugendhilfezentrum Oppenheim) - von rechts.Ich umfasse einen Baum: die Ausstellung wurde u.a. eröffnet von Bürgermeister Ralph Spiegler, Volker Keuch (Reling), Lena Amin (Reling), Michael Kröhler (Freundeskreis) sowie Stefan Kempe (Jugendhilfezentrum Oppenheim) - von rechts.

Lena Amin von der Beratungsstelle erläutert, dass die Wanderausstellung u.a. dazu dienen soll, auf die Situation von Kindern süchtiger Eltern hinzuweisen. Diese hätten ein erhöhtes Risiko, ebenfalls Süchte zu entwickeln, weshalb sie bereits früh in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden müssten.

Tatsächlich ist das Problem weiter verbreitet, als man gemeinhin annimmt. Jedes sechste Kind kommt in Deutschland aus einer alkoholbelasteten Familie.

Die Idee zur Ausstellung entwickelte sich in der Jugendgruppe "Kids Oase" eine Initiative der Selbsthilfegruppe Freundeskreis in Oppenheim, wo Kinder aus suchtbelasteten Familien regelmäßig zusammenkommen, um vom Alltag abzuschalten, erklärte der Landesvorsitzende der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe in Rheinland-Pfalz Michael Kröhler. Die Freundeskreisarbeit richtet sich an Abhängige wie Angehörige gleichermaßen. Freundeskreise sehen die Auswirkungen von Sucht auf das Familiensystem und betrachten Sucht daher als Familienkrankheit. Deshalb sind in den Gesprächsgruppen der Freundeskreise Abhängige und Angehörige zusammen anzutreffen. Nähere Infos hierzu erhalten Sie unter www.freundeskreise-sucht.de.

17. Februar 2016

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