Flugrouten.

Klage gegen Südumfliegung: VGH fordert Stellungnahmen ein

Ende letzten Jahres hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) die Klage gegen die Südumfliegung an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) zurück verwiesen. Dabei hat das BVerwG entschieden, dass bei der Entscheidung über die die Flugrouten nur eine Kapazität von 98 Flugbewegungen pro Stunde zu Grunde gelegt werden braucht, und nicht von 125 wie ursprünglich im Planfeststellungsbeschluss für den Flughafenausbau geplant.

Auf Basis der reduzierten Zahl der Flugbewegungen müsse die Lärmbetroffenheit durch die Südumfliegung vor dem VGH neu bewertet werden.

Der VGH hat jetzt Kläger und Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) aufgefordert, zur Entscheidung des BVerwG Stellung zu nehmen. Zu den Klägern gehören die aus der VG Nieder-Olm die Ortsgemeinden Klein Winternheim und Ober-Olm.

Seitens der Kläger wird jetzt erwartet, dass zuerst das BAF darlegen muss, wie die unterschiedlichen Varianten aus dem Abwägungsdokument für die Südumfliegung bei einer Reduzierung der Kapazität hinsichtlich der Lärmbetroffenheit der Kommunen unter den Flugrouten zu bewerten sind.

Darüber hinaus regen die Kläger an, dass neben der Deutschen Flugsicherung noch unabhängige Gutachter die Lrmbetroffenheit der unterschiedlichen Varianten der Südumfliegung bewerten sollen.

Die VG Nieder-Olm tritt dafür ein, dass verstärkt auch die alten Nordabflugrouten statt der Südumfliegung genutzt werden sollen, damit der Fluglärm nicht einseitig nach Rheinland-Pfalz verschoben wird.  „Gerade bei reduzierten Kapazitätsanforderungen sollte das möglich sein“, begründen Bürgermeister Spiegler und der 1. Beigeordnete Erwin Malkmus.

18. Mai 2016

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