Flugroutenaufzeichnung.

Lärmobergrenze nur mit indirekter Wirkung

Die vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wasir vorgestellte Lärmobergrenze schreibt den Fluglärm auf dem jetzigen hohen Niveau fest. Darauf weist Bürgermeister Ralph Spiegler: „Positiv ist, dass es nicht noch mehr Fluglärm geben soll, negativ, dass das aktuelle Fluglärmniveau nicht abgesenkt wird. Wird die Lärmobergrenze akzeptiert, würde den Wachstumsbestrebungen der Fraport nach noch mehr Flugverkehr ein Riegel vorgeschoben.“

Die Lärmobergrenze bezieht sich auf den Bereich der von Fluglärm Höchstbetroffenen in Hessen. Auf die Verbandsgemeinde Nieder-Olm hat sie damit nur indirekte Wirkung. Der originäre Fluglärm über der VG durch die Südumfliegung und die Ostwind-Landungen wird von der Lärmobergrenze nicht erfasst. Kommt es zu einer Reduzierung der Starts und Landungen durch eine Überschreitung der Dauerschallpegel der Lärmobergrenze im Nahbereich, würde die VG jedoch davon natürlich auch profitieren. Die für die Region typischen Einzelschallereignisse fließen in die Lärmobergrenze nicht ein.

„Ziel muss es weiterhin sein, die Anzahl der Flugbewegungen deutlich zu senken, damit Gesundheitsgefährdungen durch Fluglärm und Abgase reduziert werden. Notwendig ist ein Nachtflugverbot von 22:00 bis 06:00 Uhr“, fassen Spiegler, der 1. Beigeordnete Erwin Malkmus und der Fluglärmbeauftragte Bernd-Olaf Hagedorn die Haltung der Verbandsgemeinde Nieder-Olm zusammen.

Text: Bernd Olaf Hagedorn
11. Oktober 2016

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