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Machbarkeitsstudie Breitbandausbau: Landkreis liegen erste Ergebnisse vor

Wie schnell surft es sich im Internet im Kreis Mainz-Bingen? Die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für den Breitbandausbau geben Antworten. Diese wurden Landrat Claus Schick sowie den hauptamtlichen Bürgermeistern vorgestellt. „Erfreulich ist, dass die Breitbandversorgung im Kreis insgesamt sehr gut ist“, resümiert Landrat Claus Schick.

„In weiten Teilen sind Bandbreiten von 50 Mbit/s, teilweise 100 Mbit/s und in den durch Vodafone Kabel Deutschland versorgten Gebieten sogar bis zu 200 Mbit/s erreichbar“, so Schick. „Allerdings gibt es derzeit noch unterversorgte Teile, in denen Geschwindigkeiten von maximal 30 Mbit/s erreicht werden“, zeigt die Studie Verbesserungsbedarf auf. „Unser Ziel ist eine flächendeckende Versorgung mit mindesten 100 Mbit/s“, so der Landrat. Auf Basis eines Markterkundungsverfahrens bekundeten Telekommunikationsunternehmen bereits ihr Vorhaben, die Glasfaserinfrastruktur in den kommenden drei Jahren weiter zu verbessern. „Vereinzelt werden jedoch unterversorgte Gebiete bestehen bleiben“ ergänzt Angela Schneider-Braun, Leiterin der Wirtschaftsförderung Mainz-Bingen. Die Machbarkeitsstudie gibt Anstöße zur Netzplanung und zeigt zwei von Bund und Land finanziell förderbare Alternativen auf, Bandbreiten dort zu steigern, wo es nötig wäre.

Um die Internetgeschwindigkeit in den unterversorgten Regionen auf über 30 Mbit/s anzuheben, könnten die entsprechenden Verteilerkästen ausgebaut werden. Dabei würden Glasfaserleitungen ausschließlich dort verlegt, wo eine Datenübertragungsrate von unter 30 Mbit/s gegeben ist. „Eine relativ kostengünstige und schnell realisierbare aber nicht sehr zukunftsorientierte Lösung“, so Schick. Denn bei 100 Mbit/s sei die Technik ausgeschöpft. Alternativ könnten Glasfaserleitungen direkt in die Häuser der Endverbraucher gelegt werden. Dies beträfe Regionen, die mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s versorgt sind. „Übertragungsgeschwindigkeiten von weit über 100 Mbit/s sind hier möglich – sehr innovativ und zukunftsweisend“, so Alexander Pohl, Breitbandbeauftragter des Kreises. Allerdings wäre diese Art von Netzausbau sehr viel aufwändiger und teurer.

Schick hält fest: „Beide Verfahren müssen überdacht und bewertet werden. Dazu werden Gespräche mit Netzplanern und Gemeindevertretern stattfinden. Unser Ziel ist es den Standort Mainz-Bingen noch attraktiver für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zu machen. Dazu gehört auch eine moderne und schnelle Breitbandversorgung“, blick Schick voraus.

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13. April 2016

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