Eine Frau schneidet eine Hecke. Foto: Claudia Paulussen | fotolia.com

Beim Betrieb von Maschinen Ruhezeiten beachten

Laute Maschinen und Geräte dürfen in allgemeinen Wohngebieten aus Gründen der gegenseitigen Rücksichtnahme nur zu gewissen Zeiten betrieben werden. Von Privatpersonen ist besonders die Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr zu beachten.

"Grundlage ist § 8 Landesimmissionsschutzgesetz Rheinland-Pfalz (LImSchG)", so die Abteilung Bauen, Umwelt und Verkehr der Verbandsgemeindeverwaltung Nieder-Olm. Aufgrund dieser Vorschrift dürfen Geräte und Maschinen, die in der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) genannt sind, nur innerhalb vorgegebener Zeiten benutzt werden. Dazu gehören unter anderem Rasenmäher oder Vertikutierer.

Grundsätzlich gilt für Privatpersonen, dass diese Maschinen an Werktagen erst ab 7 Uhr morgens betrieben werden dürfen. In der Zeit von 13 Uhr bis 15 Uhr ist die Mittagsruhe einzuhalten. Danach können die Geräte wieder bis 20 Uhr in Betrieb gehen. Eine Sonderregelung gilt für Freischneider, Grastrimmer / Graskantenschneider, Laubbläser und Laubsammler. Sie dürfen an Werktagen erst ab 9 Uhr und maximal bis 17 Uhr benutzt werden. Die Mittagsruhe ist selbstverständlich einzuhalten. An Sonn- und Feiertagen ist der Betrieb sämtlicher Maschinen der 32. BImSchV komplett untersagt.

Leicht abweichende Regelungen gibt es für gewerbliche Nutzer, denn diese müssen grundsätzlich die zweistündige Mittagsruhe nicht beachten. Jedoch ist auch ihnen die Benutzung der besonders genannten Geräte wie Freischneider, Laubbläser etc. während der Mittagszeit nicht gestattet.

Ausnahmen existieren lediglich in der Winterzeit, wenn Maschinen zur Beseitigung von Schnee und Eis benötigt werden. Diese kann man ohne zeitliche Beschränkung benutzen, wenn die Wetterlage es erfordert.

Letztendlich ist im Rahmen einer guten Nachbarschaft auch die allgemeine Nachtruhe, welche von 22 Uhr bis 6 Uhr dauert, zu beachten. Während dieser Zeit sind alle Tätigkeiten verboten, die zu einer Störung führen können. Dies kann zum Beispiel laute Musik oder eine sonstige Lärmbelästigung sein.

Ein Verstoß gegen die Einhaltung der Ruhe in den o.g. Fällen kann mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 EUR geahndet werden.

Für Rückfragen steht die Abteilung Bauen, Umwelt und Verkehr, Robert Dvorak, Tel. 06136 69230, zur Verfügung.

Foto: Claudia Paulussen | fotolia.com
26. Mai 2017

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