Nachtflugverbot. Foto: cirquedesprit | Fotolia.com

Lärmobergrenze bringt keine Verringerung

Die freiwillige Vereinbarung für eine Lärmobergrenze zwischen Hessischer Landesregierung, Fraport und Fluggesellschaften wird voraussichtlich zu keiner Verringerung des Fluglärms über der Verbandsgemeinde Nieder-Olm führen. Darauf weist Bürgermeister Ralph Spiegler hin: „Die Lärmobergrenze lässt noch eine Steigerung des Fluglärms über dem aktuellen Niveau zu. Es kann also noch lauter werden, ohne dass die Lärmobergrenze greift.“

Die Lärmobergrenze, so der Fluglärmbeauftragte Bernd-Olaf Hagedorn, bezieht sich ausschließlich auf die Tagschutz-Zonen 1 und 2, die in Hessen in unmittelbarer Umgebung des Frankfurter Flughafens liegen. Für die beiden Zonen wird mit der Lärmobergrenze eine Verringerung der Dauerschallpegel gegenüber den Prognosen, die dem Flughafenausbau zugrunde lagen, versprochen. Mit dem Flughafenausbau sollten 2020 jährlich über 700.000 Flugbewegungen abgewickelt werden. Davon sind wir glücklicherweise weit entfernt. Für 2017 wird mit einem leichten Anstieg der Flugbewegungen auf 470.000 gerechnet. Über 600.000 sollten es in diesem Jahr nach den Prognosen für den Flughafenausbau schon sein.

“Irgendwo zwischen dem jetzigen Flugverkehr und 700.000 Starts und Landungen liegt die jetzt freiwillig vereinbarte Lärmobergrenze. Damit bringt sie keine Entlastung von Flugverkehr sondern lässt sogar Steigerungen zu“, analysiert Hagedorn.

Notwendig ist eine Reduzierung von Starts und Landungen, damit Gesundheitsgefährdungen durch Fluglärm und Abgase verringert werden. Das Nachtflugverbot muss auf die Zeit zwischen 22.00 und 06:00 Uhr ausgeweitet werden, fassen Spiegler und der 1. Beigeordnete Erwin Malkmus die Haltung der Verbandsgemeinde Nieder-Olm zusammen.

Text: Bernd-Olaf Hagedorn
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13. November 2017

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