Symbolbild Gleichberechtigung. Foto: GiDesign | fotolia.com

Terre des Femmes Fahnenaktion: gegen Genitalverstümmelung

Heike Schubert, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, beteiligt sich am 25. November an der Fahnenaktion der Organisation  „Terre des Femmes“, welche sich weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne steht das Schwerpunktthema „Mädchen schützen! Weibliche Genitalverstümmelung gemeinsam überwinden“.

Weibliche Genitalverstümmelung bezeichnet eine schwere Menschenrechtsverletzung, bei der Teile des weiblichen Genitals abgeschnitten oder verletzt werden. Diese Praxis stellt damit einen Verstoß gegen das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit dar. Zudem verstößt sie gegen die Kinderrechte gemäß der Kinderrechtskonvention und gilt somit als Kindesmisshandlung. Angaben von UNICEF (2016) zufolge sind weltweit mehr als 200 Millionen Frauen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen. Tatsächlich dürften es eher doppelt so viele sein, denn bisher gibt es nur für den Subsahararaum, Ägypten und Irak umfassende Studien. Dabei weiß man heute, dass auch im Nahen und Mittleren Osten sowie in Südostasien Mädchen und Frauen genitalverstümmelt werden.

Terre des Femmes fordert die Aufnahme von weiblicher Genitalverstümmelung in verpflichtende Aus- und Weiterbildung für relevantes Fachpersonal aus medizinischen, pädagogischen, sozialen, juristischen Berufsfeldern und für Angestellte der Kinder- und Jugendhilfe.

Außerdem sollen bundesweit, flächendeckend und ausreichend spezialisierte Beratungsstellen und psychosoziale Hilfsangebote für Betroffene und Gefährdete, insbesondere für Minderjährige und deren besondere Bedürfnisse, geschaffen werden.

Dabei sollen Kultur- und Sprachmittlerinnen in die Beratungsangebote integriert werden. Letztlich soll es verpflichtende U-Untersuchungen für alle Kinder geben, die auch die Genitalien umfassen.

Durch die bundesweite Fahnenaktion soll auf diesen Missstand hingewiesen und Solidarität mit den Betroffenen signalisiert werden. Nähere Infos hierzu finden Sie im Internet unter www.frauenrechte.de.

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13. November 2017

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