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Bildung, Ehrenamt, Inklusion und Umweltschutz: Spiegler und Malkmus stellen Schwerpunkte für 2018 vor

Ralph Spiegler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und der Erste Beigeordnete Erwin Malkmus haben die grundlegenden Ziele und Projekte der Verbandsgemeinde Nieder-Olm für das Jahr 2018 vorgestellt. Neben den allgemeinen Finanzen mit einer weiteren Schuldenreduzierung haben beide u.a. den Bildungsbereich als Schwerpunkt ins Auge gefasst.

"Gemeinsam wollen wir den bisherigen Weg weiter gehen und unsere Grundschulen bestmöglich ausstatten, damit bei den Schülerinnen und Schülern bereits zu Beginn der schulischen Laufbahn ein guter Grundstein gelegt wird", so Spiegler. "Hierfür möchten wir neben den finanziellen natürlich auch die räumlichen Voraussetzungen schaffen", ergänzt Erwin Malkmus.

Eines der Projekte, die hierunter fallen, ist der bereits begonnene Ausbau des Dachgeschosses an der Paul-Klee-Schule in Klein-Winternheim. "Hier werden wir demnächst die Einweihung feiern und die Räumlichkeiten der Schule zur Nutzung übergeben", sagt Malkmus.

Bürgermeister Ralph Spiegler und der Erste Beigeordnete Erwin Malkmus (v.l.) haben gemeinsam die Schwerpunkte für 2018 vorgestelltBürgermeister Ralph Spiegler und der Erste Beigeordnete Erwin Malkmus (v.l.) haben gemeinsam die Schwerpunkte für 2018 vorgestellt

Parallel dazu laufen die Planungen für ein weiteres Großprojekt auf Hochtouren: die neue Dreifeldhalle in Zornheim, an der sich die Verbandsgemeinde mit rund einem Viertel der Gesamtkosten von 4 Millionen Euro beteiligen wird. "Dies wird dazu führen, dass die Kinder nicht mehr den langen Weg in die Ortsmitte gehen müssen, sondern direkt neben der Schule ihren Sportunterricht abhalten können", so Ralph Spiegler.

Aber auch das Inventar der Klassenräume werden wird weiter verbessert, geben Spiegler und Malkmus bekannt. Fast alle Grundschulen werden neue Möbel und Klassensets erhalten, die gegen älteres Mobiliar ausgetauscht werden. Zudem wird die Ausstattung mit modernen Smartboards weiter vorangetrieben. In Nieder-Olm und Stadecken-Elsheim werden letzte Geräte montiert. Außerdem bekommen diese beiden Schulen im Rahmen des Landesprogramms "Medienkompetenz macht Schule" Tablets für den Unterricht. Damit soll die nächste Generation digitalen Lernens eingeläutet werden.

Daneben wird es noch viele weitere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel der Schülertoiletten in den Grundschulen Stadecken-Elsheim und Nieder-Olm oder die Neugestaltung der Schulhöfe in Essenheim und Nieder-Olm geben. Auf dem Schulgelände in Stadecken-Elsheim ist außerdem die Errichtung eines inklusiven Spielplatzes geplant, welcher barrierefreies Spielen ermöglichen wird.

Dies ist eine der Maßnahmen, die in den kommenden fünf Jahren im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Projektes "Kommune Inklusiv Verbandsgemeinde Nieder-Olm" umgesetzt werden soll. Innerhalb der Kommune Inklusiv wird es viele weitere Themenfelder in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Freizeit und Arbeit geben.

Gerade auf dem letzten Gebiet möchte die Verbandsgemeinde Vorreiter sein und mit gutem Beispiel vorangehen. "Neben einer großen Anzahl an Ausbildungsplätzen in verschiedenen Bereichen bieten wir auch viele Praktikumsstellen für Schülerinnen und Schüler mit und ohne Beeinträchtigungen an", so Spiegler. Damit möchte man die verschiedenen Berufe innerhalb des öffentlichen Dienstes auch für den Nachwuchs attraktiv machen. "Am Ende hoffen wir, motivierte Menschen zu finden, die den Dienstleistungsgedanken der Verwaltung umsetzen möchten", so der Bürgermeister.

Motiviert zeigen sich auch die vielen ehrenamtlich Tätigen in der VG, so die zutreffende Einschätzung von Ralph Spiegler und Erwin Malkmus. "Es ist toll, was die Menschen hier in der Region an ehrenamtlicher Arbeit leisten", sagt Spiegler anerkennend. Deshalb soll dieser Personenkreis auch im laufenden Jahr weiterhin Unterstützung durch die Verwaltung erhalten. 

"Gerade im Bereich der Feuerwehr bedeutet dies, dass wir gute Voraussetzungen für eine angenehme Arbeit schaffen", bleibt sich Malkmus als Brandschutzdezernent seinem Grundsatz treu, die Wehr bestmöglich zu unterstützen. Konkret sieht dies so aus, dass für Jugenheim ein neues Feuerwehrgerätehaus geplant ist. In Nieder-Olm soll gleichzeitig mit dem notwendigen Umbau der Einsatzzentrale und der Erneuerung der Elektrotechnik sowie der EDV begonnen werden. Auch werden zwei neue Großfahrzeuge im Wert von insgesamt weit über 600.000 EUR angeschafft. "Schließlich erhalten unsere Feuerwehrleute neue Brandschutzkleidung, wenn diese älter als zehn Jahre ist", verspricht Malkmus.

Als weiteren Punkt für 2018 möchten der Bürgermeister und der Erste Beigeordnete noch den Umweltschutz angehen. Koordinierend wird hier demnächst wieder ein Klimaschutzmanager eingestellt. "Unabhängig davon gehen wir weitere Renaturierungsmaßnahmen an den so genannten Gewässern dritter Ordnung an", sagt Malkmus. Außerdem wolle man an verschiedenen Stellen Stromkosten sparen, indem auf LED-Technik umgerüstet wird. "Zur Zeit erneuern wir die Beleuchtung im Rheinhessen-Bad", wie Bürgermeister Spiegler wissen lässt. Aufgrund bisheriger Erfahrungen werde dies zu enormen Betriebskostensenkungen führen, sodass sich die Investitionskosten schon bald amortisiert haben sollten.

19. Januar 2018

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