Blühende Wiese

Blühende Wiesen für Insekten

Mit dem Projekt "Blühwiesen" möchte die Verbandsgemeinde Nieder-Olm ihren Anteil am Kampf gegen das Insektensterben leisten. Insgesamt sollen ca. sieben ha Fläche als blühende Wiese eingesät und Heimat für zahlreiche Insekten werden. Auch die Aufstellung von Insektenhotels ist als zusätzliche Maßnahme geplant.

"Seit einigen Jahren ist deutschlandweit der Rückgang von zahlreichen Insektenarten festzustellen", sagt Erwin Malkmus, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Dabei sei nicht nur die Anzahl der verschiedenen Arten, sondern auch die Größe der einzelnen Populationen in Gefahr.

Von den rund 33.000 verschiedenen Insektenarten sind bereits 7.800 Arten in die Rote Liste gefährdeter Arten aufgenommen. Besonders drastisch zeigt sich der Rückgang bei den Wildbienen. Hier sind aktuell über 50 % in ihrem Bestand gefährdet.

Folgen hat dies nicht nur auf die Populationsentwicklung von Vögeln, die auf Insekten als Nahrung angewiesen sind, sondern langfristig auch für den Menschen. "Mit dem Wegfall von Insekten als Bestäubern ist mittelbar eine wichtige Nahrungsgrundlage gefährdet", so Malkmus. Unter anderem deshalb sei es so wichtig, dem Tiersterben durch gezielte Maßnahmen entgegenzutreten.

Innerhalb der Verbandsgemeinde Nieder-Olm wurden bzw. werden in Zusammenarbeit mit Nabu und der Kreisverwaltung Mainz-Bingen Regionalsaatmischungen ausgebracht, die heimische Blumen hervorbringen. Außerdem werden mehrere Insektenhotels aufgestellt, die zusätzlich unterschiedliche Arten ansiedeln sollen.

"Damit erhoffen wir uns, die Populationen einigermaßen stabil zu halten, denn ein vollständiges Aussterben, z.B. der Bienen, wäre fatal für uns alle", so Malkmus.

3. Mai 2018

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