Symbol für Energieeffizienz. Foto: coramax | Fotolia.com

Brennstoffzelle in Grundschule Essenheim sorgt für Strom und Wärme

Unscheinbar wirkt sie, und doch ist sie ein Meisterwerk der effizienten Energietechnik: Die neue Brennstoffzelle im Heizungskeller der Grundschule Essenheim. Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm als Schulträger hat die  EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG) mit dem Energiekonzept und dessen Umsetzung an der Schule beauftragt. Die Verbandsgemeinde ist in der Zusammenarbeit mit der EDG Vorreiter in Sachen Klimaschutz und setzt an der Essenheimer Grundschule einen weiteren Meilenstein mit Blick auf diese verantwortungsvolle Generationenaufgabe.

„Viel haben wir in den vergangenen 20 Jahren für Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien an unseren Schulen und allen anderen öffentlichen Gebäuden unternommen. Alle unsere Liegenschaften verfügen über moderne Versorgungsanlagen und Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit unserer EDG haben wir mit der Schwerpunktsetzung auf Kraft-Wärme-Kopplung auch die effizienteste Form der Energieerzeugung dezentral vor Ort, die Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit optimal miteinander verbindet“, zeigt sich Bürgermeister Ralph Spiegler hochzufrieden mit der Energiepolitik in seiner  Verbandsgemeinde.

So auch hier in der Grundschule Essenheim, in der Spiegler erstmals auf eine besondere Form moderner Blockheizkraftwerke setzt: Die Brennstoffzelle als stromerzeugende Heizung. Anders als bei klassischen Verbrennungsmotoren findet bei der Brennstoffzelle eine elektrochemische Energiewandlung mit Wasserstoff und Sauerstoff zu Strom und Wärme statt. Dies geschehe mit höchsten elektrischen Wirkungsgraden von über 60 %, die normale Blockheizkraftwerke nicht erreichen können, erklärt der Bürgermeister weiter.

„Das ist ein Riesenfortschritt für die eigene Stromerzeugung im Betrieb oder im Wohnge-bäude und für die Energiewende insgesamt. Die Brennstoffzellentechnologie hat das Potenzial, die häusliche Energieversorgung gerade auch im Neubaubereich zu revolutionieren, sowohl im Hinblick auf Ökonomie als auch auf Ökologie,

denn sie halbiert die Stromkosten und die CO2-Emissionen gegenüber der konventionellen Energiebereitstellung, wenn die erforderlichen Investitionen erst einmal getätigt sind“, so Dipl.-Ing. Christoph Zeis, Geschäftsführer der EDG.

Wegen der unübertroffenen Energieeffizienz hat der Gesetzgeber sogar ein eigenes Förderprogramm für die Brennstoffzellentechnologie zur Markteinführung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ins Leben gerufen. Mit dem Programm 433 der KfW können Bauherren, Hausbesitzer, Gewerbetreibende und Kommunen Zuschüsse von bis zu 28.200,-- € erlangen. Ralph Spiegler richtet deshalb gerne den Appell an alle Gebäudeeigentümer, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen. „Wenden Sie sich an Energieberater und Marktpartner, wenn Sie neu bauen oder sanieren und Ihre Heizungsanlage erneuern müssen. Das ist Ihre Chance auf eine kostensparende, eigene Energieversorgung und Ihr persönlicher Beitrag zum Klimaschutz“.

Der Bürgermeister indes hat in die komplette Sanierung und Erneuerung der Heizungstechnik der Grundschule Essenheim inclusive der Brennstoffzelle rund 72.000,-- € für die Verbandsgemeinde investiert und richtet seinen Dank an den Verbandsgemeinderat für die gemeinsam getragene Energiepolitik.


Christoph Zeis von der EDG, Bürgermeister Ralph Spiegler, Hausmeister Christian Jeschke und Schulleiter Benedikt Strupp präsentieren die neue Heizanlage der Grundschule Essenheim: eine moderne Brennstoffzelle.

Christoph Zeis von der EDG, Bürgermeister Ralph Spiegler, Hausmeister Christian Jeschke und Schulleiter Benedikt Strupp (von r.n.l) präsentieren die neue Heizungsanlage der Grundschule Essenheim: eine moderne Brennstoffzelle.

Text: EDG mbH
Foto: Verbandsgemeinde Nieder-Olm
Titelfoto: coramax | Fotolia.com
26. Februar 2018

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