Dirigent. Foto: Josef Prchal | Fotolia.com

Deutsch-Amerikanische Träume

Am 19. August um 18:00 Uhr im Rathaus in Nieder-Olm führen das renommierte Ancora String Quartet aus Madison, Wisconsin/USA und die ARD-Preisträgerin, Mezzosopranistin Melinda Paulsen ein spätromantisches Programm mit selten gehörten Werken für Streichquartett bzw. –trio und Mezzosopran  von Paul Hindemith, Samuel Barber, Viktor Ullmann und Richard Wagner auf. Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Das Programm vereint Werke von deutschen und amerikanischen Komponisten; alle haben einen starken Bezug zu Träumen und Visionen. Paul Hindemiths Werk „Melancholie“ zu Texten von Christian Morgenstern ist geprägt von benebelten Traumbildern und impressionistischen Streicherklängen; Samuel Barbers „Dover Beach“ ist die Vertonung eines rätselhaften, pessimistischen Gedichts von Matthew Arnold. Viktor Ullmann hat seine „Drei Lieder für Singstimme und Streichtrio“ zum Teil in Theresienstadt komponiert; er ist kurz danach nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet worden. Richard Wagners „Wesendonck Lieder“ erklingen in diesem Konzert in der Fassung für Streichquartett und Gesang vom Kölner Komponisten Stefan Heucke (UA 2017), eine Frankfurter Premiere.

Die Mezzosopranistin Melinda Paulsen, gebürtige Amerikanerin, kam 1988 nach Deutschland, studierte in München und war Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. 1992 gewann sie den ARD-Wettbewerb. Opernengagements im In-und Ausland folgten, sie baute eine rege Konzerttätigkeit auf mit Auftritten u.a. auch bei internationalen Festivals. Seit 2003 ist Melinda Paulsen Professorin für Gesang an der HFMDK in Frankfurt.

Das  Ancora String Quartet ist in Madison, Wisconsin/USA zu Hause. Seine Mitglieder haben alle viel beachtete Karrieren als Solisten, als Kammermusikpartner und als Orchestermusiker. Das Quartett spielt in Konzertreihen in der Region Wisconsin und wird sowohl für Liveübertragungen im Radio (Wisconsin Public Radio) als auch für Meisterkurse mit Jugendensembles gebucht. Die sehr deutsch-affinen Mitglieder des Quartetts freuen sich außerordentlich über ihre erste Konzertreise nach Deutschland!

Seit 1976 besteht eine Partnerschaft zwischen Hessen und dem amerikanischen Bundesstaat Wisconsin. Der Freundschaftsverein Hessen-Wisconsin unter der Leitung vom Michael Boddenberg (MdL) unterstützt diese Konzertreise. Im Anschluss an die fünf Konzerte in Deutschland (in Mainz, Frankfurt, Vellmar, Schlitz und im Mittelrheintal) wird in der ersten Septemberwoche eine Reihe von Konzerten in Wisconsin folgen.


Deutsch-amerikanische Träume.

Foto: Josef Prchal | Fotolia.com
25. Juli 2018

Kommentar verfassen
No comments available.
Cookies optimise the provision of our services. By using our services you agree that we use cookies.
Einverstanden