Gruppenbild Preisträger - Foto: Annette Pospesch

Preisverleihung "Lebendige Gärten" 2018

Erstmals wurde in diesem Jahr der von der Verbandsgemeinde Nieder-Olm ins Leben gerufene Förderpreis „Lebendige Gärten“ verliehen. Prämiert wurden insgesamt 9 naturnahe Gärten, die in besonderem Maße dazu beitragen, die Artenvielfalt zu schützen und das Artensterben zu verhindern. Eine Fachjury aus Vertretern des NABU, der Verwaltung und Ehrenamtlichen, hatte die Preisträger unter den 33 Teilnehmern des Wettbewerbes ausgewählt.

Eröffnet wurde der Festakt im gut gefüllten Ratssaal durch die musikalische Darbietung von zwei jungen Nachwuchstalenten der Musikschule Nieder-Olm: Amelie Hugo (Gesang und Gitarre) und Torben Hofmann (Bass).

„Der Druck auf die Landschaft in unserer Region ist gewaltig und das Bewusstsein für den Naturschutz erst in den letzten zwei Jahrzehnten gewachsen“, so Bürgermeister Ralph Spiegler in seiner Begrüßungsrede. „Es sei wichtig, die Menschen für die Problematik des Artenschutzes zu sensibilisieren“, erläuterte Spiegler die Beweggründe für die Auslobung des Förderpreises.  Ausdrücklich würdigte Spiegler den ehrenamtlichen Einsatz der Vertreter des NABU, die bei jeder Gartenbesichtigung vor Ort waren und den Gartenbesitzern hilfreiche Tipps und Anregungen zur weiteren Gestaltung der Gärten unter den Gesichtspunkten des Artenschutzes gaben.

Als Vertreter der Fachjury berichtete Christian Henkes vom Nabu im Folgenden nach welchen Kriterien die Gärten beurteilt wurden und wie schwierig es war eine Vergleichbarkeit zwischen den doch sehr unterschiedlichen Gärten herzustellen. „Zwei Obstbäume im Reihenhausgarten müssen anders bewertet werden als die gleiche Anzahl in einem großen Garten in Ortsrandlage“, so Henkes. Bei der Gestaltung der Gärten sollten möglichst viele verschiedene Elemente berücksichtigt worden sein: blühende Wiesen, heimische Bäume und Sträucher, Beete mit Blühpflanzen und Nutzgärten. Wichtig auch, wie viele Sonderstrukturen wie Kletterpflanzen, Trockenmauern, Nisthilfen oder gar Laubhaufen sich im Garten fanden. Neophyten und exotische Pflanzen wurden dabei eher als einschränkendes Kriterium gesehen.   

Die Preisträger 2018 im Einzelnen:

Auf Platz eins wurden Dieter und Angelika Roth aus Nieder-Olm mit 500 Euro ausgezeichnet, Platz zwei ging mit 400 Euro an Doris und Manfred Schmahl aus Essenheim. Angelika Preisner aus Ober-Olm erhielt 300 Euro für den dritten Platz, ebenso wie Reinhard und Angela Kleinschmitt aus Klein-Winternheim auf dem vierten und Rita Heuser und Ingo Kurtz aus Zornheim auf dem fünften Platz.

Über die Plätze sechs bis neun, die mit jeweils 100 Euro dotiert waren, durften sich Guido Fleck aus Zornheim, die Nieder-Olmer Marlene Waske und Michael Stompen, sowie Britta Achenbach, Sörgenloch und Sybille Guinet, Ober-Olm freuen. 

Die Plätze eins bis fünf erhielten zusätzlich ein Schild mit der Aufschrift: „ Ausgezeichnet - Lebendige Gärten 2018“ für Ihre Hauswand. 

Mit einem Sonderpreis in Höhe von 200 Euro wurde der Essenheimer Dorfgarten „Urban Gardening Project“  ausgezeichnet. „Das Wildpflanzentopfbuch“ ging als zweiter Sonderpreis an die Hofreite von Isabella Roth aus Jugenheim.

Alle anderen Teilnehmer des Wettbewerbes erhielten für Ihr Engagement das Buch „Schön wild! Attraktive Beete mit heimischen Wildstauden im Garten“

Den Ausklang fand die Veranstaltung bei einem Umtrunk und Laugengebäck im Foyer des Rathauses.

Foto: Annette Pospesch
12. Dezember 2018 

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