Blühende Wiese

Stadt Nieder-Olm ist bei dem Projekt „Blühende Wiesen“ der Verbandsgemeinde Nieder-Olm aktiv dabei und fördert die Artenvielfalt

Das Umweltschutzprojekt „Blühende Wiesen“ ist eine Initiative, welche auf der Kooperation der Verbandsgemeinde Nieder-Olm mit den dazugehörigen Kommunen und Landwirten und Jägern beruht. Gemeinsam konnten sieben Hektar Fläche zur Einsaat von Blühwiesen im Jahr 2018 akquiriert werden. Davon kommen 6042 m² allein auf die Stadt Nieder-Olm. Doch welche Motivation steckt hinter dem Projekt?

Mit dem Projekt "Blühende Wiesen" leistet die Verbandsgemeinde Nieder-Olm ihren Anteil am Kampf gegen das Insektensterben. "Auf einer Fläche von ca. sieben Hektar wird eine Heimat für zahlreiche Insekten geschaffen", erläutert Jana Brandstäter, Klimaschutzbeauftragte der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Nachdem die Nahrungsgrundlage geschaffen ist, werden die Insektenhotels als zusätzliche Maßnahme aufgestellt. Beweggrund dieser Aktion ist es, aktiv gegen den Rückgang zahlreicher Insektenarten einzugreifen, wie Brandstäter erklärt. Von den rund 33.000 verschiedenen Insektenarten sind bereits 7.800 Arten in die Rote Liste gefährdeter Arten aufgenommen. Besonders drastisch zeigt sich der Rückgang bei den Wildbienen. Hier sind aktuell über 50 % in ihrem Bestand gefährdet.

Insekten genießen eine besondere Position in der Nahrungskette und gelten als wesentliches Bestäubungsmedium in der Natur. Ohne Insekten reduziert sich insgesamt die heimische Artenvielfalt drastisch, mit schwerwiegenden Folgen für Mensch und Tier. Folgen hat dies nicht nur auf die Populationsentwicklung von Vögeln und Fröschen, die auf Insekten als Nahrung angewiesen sind, sondern langfristig auch für den Menschen. "Mit dem Wegfall von Insekten als Bestäuber ist mittelbar eine wichtige Nahrungsgrundlage gefährdet", so Erwin Malkmus, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. Unter anderem deshalb sei es so wichtig, dem Tiersterben durch gezielte Maßnahmen entgegenzutreten.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und Artenvielfalt hat die Verbandsgemeinde Nieder-Olm in Zusammenarbeit mit dem NABU und der Kreisverwaltung Mainz-Bingen Regionalsaatmischungen ausgebracht, die heimische Blumen hervorbringen. Außerdem werden mehrere Insektenhotels aufgestellt, die zusätzlich unterschiedliche Arten ansiedeln sollen.

Die Stadt Nieder-Olm schafft durch eine weitere Aktion einen Mehrwert für das Naherholungskonzept. "Zusätzlich zu den eingesäten Blühwiesen, pflanzt das Aktivteam der Stadt Nieder-Olm zusammen mit dem Bauhof und unter Unterstützung von Arno Becker alte Obstorten basierend auf einer Sortenempfehlung aus 1902 entlang des anliegenden Wirtschaftsweges", erläutert Stadtbürgermeister Dieter Kuhl. Insgesamt finden 13 Bäume hier einen Standort und tragen positiv zum Ortsbild bei. Weiterhin wird ein Mehrwert für die Gesellschaft geschaffen, denn sobald die Apfelbäume erntefähig sind, wird das Obst durch die Aktion „Glücksapfel“  von Becker zum Beispiel zu Apfelsaft verwertet.

Die „Blühenden Wiesen“ haben sich in das Umwelt- und Klimaschutzkonzept fest etabliert und werden zukünftig nicht nur Artenvielfalt in die Region bringen, sondern langfristig zum Naherholungskonzept zählen. Weiterhin wird es im Sommer zur Blütezeit eine Vielzahl an Projekten und Veranstaltungen unter dem Namen der „Blühenden Wiesen“ geben, über die weitere öffentliche Informationen bekannt gegeben werden. 

Erwin Malkmus Malkmus resümiert: „Zusammenfassend ist die Aktion „Blühende Wiesen“ auf sehr viel Zuspruch gestoßen, weshalb zukünftig die Blühflächen erweitern und die Anzahl der Insektenhotels erhöht werden. Ohne eine Kooperation mit den Gemeinden sowie der Landwirte und der Jäger wäre die Aktion zum Schutz der Artenvielfalt in diesem Maße nicht möglich gewesen.“

Text: Jana Brandstäter
11. Juni 2018

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55268 Nieder-Olm
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