Wir helfen Flüchtlingen. Foto: stock.adobe.com | JK-Design

Verbandsgemeinde verbessert Hilfe in der Flüchtlingsarbeit

Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm intensiviert ihre Integrationsarbeit mit geflüchteten Menschen. Nachdem die Verbandsgemeinde die Stelle der Integrationsmanagerin geschaffen und besetzt hat, wurde innerhalb des Fachbereichs eine halbe Stelle umgewidmet. Den Migrantinnen und Migranten kann nun unter anderem beim Ausfüllen verschiedener Behördenformulare  geholfen werden. Davon profitieren neben den Migrantinnen und Migranten auch die vielen ehrenamtlichen Helfer in den einzelnen Gemeinden.

Seit 2014 bis heute sind knapp 600 verschiedene Personen mit Flüchtlingshintergrund durch die Verbandsgemeindeverwaltung in unterschiedlichem Umfang betreut worden. "Aktuell leben immer noch 400 Geflüchtete im Gebiet der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und davon wiederum über 60 % in Wohnungen der VG", so Bürgermeister Ralph Spiegler.

Gerade dieser Personenkreis erzeuge einen hohen monatlichen Abrechnungsaufwand, da Miet- und Nebenkosten regelmäßig mit dem Job-Center abgestimmt werden müssten. Zudem habe die Erfahrung der letzten Monate gezeigt, dass die neu geschaffene Stelle der Integrationsmanagerin nicht ausreiche, um die vielen Menschen effektiv zu betreuen und um gleichzeitig auch administrative Tätigkeiten zu erledigen.

"Der Fokus der Integrationsmanagerin liegt eindeutig im persönlichen Kontakt mit den Menschen, die keine festen Paten haben und sich auch bewusst zurückziehen", sagt Spiegler. "Diesen Personenkreis müssen wir erreichen, wenn wir auch hier erfolgreich sein möchten." Dadurch fehle es jedoch teilweise an Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Flüchtlingspaten. 

"Um diesem Problem gegenzusteuern wurde jüngst ein spezielles Team für Flüchtlingsfragen gebildet", erläutert Annette Hambach-Spiegler, Leiterin der Abteilung Bürgerdienste. Fester Ansprechpartner nach außen bleibt dabei die Integrationsmanagerin Ortrud Hamm, die u.a. über erreichbar ist. An die Integrationsmanagerin herangetragene Sachverhalte werden im Team kommuniziert und anschließend intern für die Bearbeitung zeitnah weitergeleitet. Die Verbandsgemeindeverwaltung verspricht sich davon eine effektivere und schnellere Lösung von Problemen aller Art. Dazu gehört z.B. die Unterstützung bei schriftlicher Korrespondenz mit Behörden oder die Vermittlung von Sprach- und Integrationshilfen.

Auch die Sprechzeiten wurden im Zuge der aktuellen Maßnahmen ausgeweitet. Bislang fand die offene Sprechstunde mittwochs in der Zeit von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr statt. Ab sofort gibt es auch die Möglichkeit, dienstags von 14.00 Uhr bis 19.00 Uhr Rat bei der Verwaltung einzuholen. Nach wie vor sind aber auch Termine nach Vereinbarung möglich.

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23. April 2018

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