Spitznamen.

Spitznamen

Landläufig haben alle unsere Gemeinden Spitznamen, welche die charakterlichen Eigenschaften ihrer Einwohnerinnen und Einwohner beschreiben sollen. Doch wer heißt wie? Und vor allem: warum?

Es gibt einige Spitznamen, mit denen sich die Bewohner der VG-Orte historisch gegeneinander foppen und aufziehen. Hier ein paar Beispiele:

Die „Windbeidel“ aus Nieder-Olm haben sich den Spitznamen damit verdient, dass sie sich angeblich schon immer ein wenig wichtiger genommen haben. „Nebbeler“ ist auch ein Begriff für die Nieder-Olmer, vor allem von den Berggemeinden benutzt – denn die sehen ambesten, wenn die Stadt im Nebel des Selztales versinkt.

Die Elsheimer sind die „Schnorres“, ein Mundartbegriff für Schnurrbart, die Stadecker heißen „Ochse“ und die Klein-Winternheimer „Hering“. Der Name rührt daher, dass die Gemeinde früher dank vieler Quellen reich mit Wasser gesegnet war. Und Heringe galten als Arme-Leute-Essen.

Vor allem die reichen Ober-Olmer hatten so ihren Spaß mit den Nachbarn. Die nannte man übrigens „Besembinner“, weil dort früher im Winter Besen aus Reisig gebunden und verkauft wurden. Die Essenheimer heißen „Hefdbidsel“, womit ein getrocknetes Stück Langstroh gemeint ist, mit dem man die Reben festgebunden hat. Die Sörgenlocher sind als besonders starrsinnig verschrien, was zum Uznamen „Staaböck“ (Steinböcke) führte.

Ähnliches sagte man auch den Zornheimern nach, weshalb sie „Knorrköpp“ genannt wurden. Und die Jugenheimersind die „Hambacher“, was daher rühren mag, dass Einwohner der Gemeinde 1848 mit zum Hambacher Schloss marschiert sind.

Aus der Broschüre "Mitten in Rheinhessen". Kostenlos erhältlich im Rathaus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm oder online.
Text: Bardo Faust
25. Februar 2019

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