Frau mit dem Schriftzug "Not for sale" auf ihren Händen. Foto: stock.adobe.com | Africa Studio

Terre des Femmes Fahnenaktion

Heike Schubert, Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, beteiligt sich am 25. November an der Fahnenaktion der Organisation  „Terre des Femmes“, welche sich weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen einsetzt. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne steht das Schwerpunktthema „#sexistunbezahlbar: Für eine Welt ohne Prostitution!“.

Prostitution ist Gewalt. Sex kann man nicht kaufen. Männer wollen kein NEIN hören, und kaufen sich in der Prostitution ein JA. Das kann nicht sein! Terre des Femmes setzt sich seit langem für die sexuelle Selbstbestimmung aller Frauen ein. Die Strafrechtsreform „NEIN heißt NEIN“ im Jahr 2017 war hier schon ein wichtiger Fortschritt, es bleibt aber noch einiges zu tun. Prostitution ist kein selbstbestimmter, einvernehmlicher Sex, sondern bedeutet, dass Männer sich den Zugang zum Körper einer Frau erkaufen. 

Terre des Femmes kritisiert das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG). Der Versuch durch die Registrierung von Prostituierten und andere Regularien Prostitution „sicher“ zu machen kann nur fehlschlagen. Wir setzen uns gegen dieses System ein, aber für die Frauen in der Prostitution. 

Terre des Femmes fordert die Einführung des Sexkaufverbots nach nordischem Modell in Deutschland. Das Europäische Parlament unterstützt diese Forderung seit 2014. Sexkäufer müssen dafür belangt werden, dass sie Frauen sexuell ausbeuten. Prostituierte dürfen nicht kriminalisiert werden, sondern für sie müssen Ausstiegsprogramme finanziert werden. 

Durch die bundesweite Fahnenaktion soll auf die Forderung hingewiesen und Solidarität mit den Betroffenen signalisiert werden. Nähere Infos hierzu finden Sie im Internet unter www.frauenrechte.de.

Foto: stock.adobe.com | Africa Studio
25. November 2019

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