Frohe Weihnachten wünscht Ralph Spiegler. Foto: stock.adobe.com | krissikunterbunt

Weihnachts- und Neujahrsgrüße des Bürgermeisters

Liebe Bürgerinnen und Bürger, 80 Jahre war es im September 2019 her, dass der Zweite Weltkrieg ausgebrochen ist. Ein absolut schreckliches Ereignis, das nicht nur Deutschland, sondern Europa und weite Teile der Welt nachhaltig verändert hat. Im nächsten Jahr werden wir dann den 75. Jahrestag des Kriegsendes feiern und das würdigen, was uns mit am Wichtigsten sein sollte: Frieden.

Gerade die Weihnachtszeit eignet sich hervorragend dazu, sich genau das noch einmal ins Bewusstsein zu rufen: Frieden und Freiheit sind ein hohes Gut, das jedem Menschen zustehen sollte! Umso mehr erschreckt mich die immer mehr zunehmende Fremdenfeindlichkeit und die hohen Wahlerfolge rechtsorientierter Parteien. Unter dem Deckmantel der Demokratie werden hier vermeintlich einfache Lösungen verkauft, die jedoch bei genauerem Hinsehen alles andere als vorteilhaft sind und eher rückwärtsgewandt als fortschrittlich. Die Ereignisse der Vergangenheit sollten uns jedoch Mahnung und Warnung zugleich sein. 

Die Macht, die von wahrer Demokratie ausgehen kann, ist unbezahlbar. Auch das werden wir uns spätestens im Herbst 2020 in Erinnerung rufen, wenn wir 30 Jahre deutsche Wiedervereinigung feiern können. Die Wiedervereinigung war das Ergebnis einer friedlichen Revolution, die von der Bevölkerung ausging und in dieser Form in der damaligen DDR eigentlich nicht für möglich gehalten wurde. 

Die Ereignisse von damals zeigen, dass es sich lohnt, für eine Sache einzustehen und dafür zu kämpfen. 

Auch die Jugendbewegung „Fridays For Future“ greift diesen Gedanken auf. An den weltweit stattfindenden globalen Klimastreiks nehmen allein in Deutschland regelmäßig mehr als 1 Million Menschen teil. Das ist beachtlich und zeigt, wie Demokratie funktionieren kann. Die Botschaft ist klar: wirksame Maßnahmen müssen ergriffen werden, um die globale Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. 

Um das zu verwirklichen, müssen viele Menschen ihren Beitrag leisten. Die Verbandsgemeinde Nieder-Olm nimmt hier eine Vorbildfunktion ein. Mit unserem Klimaschutzmanager versuchen wir Einsparpotenziale zu ermitteln und erfolgreich umzusetzen. Dies beginnt bei der Umstellung des Fuhrparks auf Elektromobilität, geht über die Umstellung der Beleuchtung auf sparsame LED-Technik und endet keinesfalls bei unseren Förderprogrammen wie die „Lebendigen Gärten“. Wichtig für den Erfolg ist, dass alle Beteiligten – Verbandsgemeinde, Stadt Nieder-Olm und die Ortsgemeinden mit den Bürgerinnen und Bürgern - Hand in Hand zusammenarbeiten. 

Diesen Grundsatz haben wir uns auch bei der Ausrichtung unseres touristischen Profils zu Herzen genommen. Gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Wörrstadt werden wir im kommenden Jahr eng kooperieren und die Tourismus GmbH „Im Herzen Rheinhessens“ betreiben. Dies wurde im Mai dieses Jahres so beschlossen und wird nun sukzessive umgesetzt. Hier möchten wir Vorreiter in Rheinhessen sein, indem wir landkreisübergreifend im Interesse der Sache zusammenarbeiten. 

Erfolgreich wird dies aber nur dann sein, wenn möglichst viele Menschen – auch ehrenamtlich – an einem Strang ziehen. Wenn ich mir jedoch die hiesige Struktur und das Engagement der Menschen ansehe, dann habe ich keinerlei Bedenken, dass uns dies gemeinsam gelingen wird. 

Ein Paradebeispiel, wo dies bestens funktioniert, sind unsere Freiwilligen Feuerwehren. Hier steht jeder uneigennützig für den anderen ein und opfert kostbare Freizeit. Dafür möchte ich mich recht herzlich bedanken. Dass wir unsere Wehren unterstützen, zeigen wir auch, indem wir sie bestmöglich ausstatten. U.a. werden wir im kommenden Jahr in Jugenheim ein neues Feuerwehrgerätehaus errichten, damit die Kameradinnen und Kameraden hervorragende Arbeitsbedingungen vorfinden und mit noch mehr Spaß ihr Ehrenamt ausüben können. 

Erfreulich für alle ist, dass uns solche Investitionen auch im kommenden Jahr ohne Neuverschuldung gelingen. Zudem sind wir unserem großen Ziel, einer schuldenfreien Verbandsgemeinde, einen großen Schritt nähergekommen. Wie geplant, beträgt der aktuelle Schuldenstand pro Einwohner weniger als 23 EUR. Dies lässt auf eine weiterhin positive Zukunft unserer Verbandsgemeinde hoffen! 

Abschließend wünsche ich Ihnen im Namen der Beigeordneten Doris Leininger-Rill, Klaus Knoblich und Rainer Malkewitz alles Gute für das Weihnachtsfest sowie das neue Jahr 2020. 

Zudem möchte ich mich recht herzlich bei allen Mitgliedern des Verbandsgemeinderates, den Ortsbürgermeistern mit ihren Ortsgemeinderäten, dem Nieder-Olmer Stadtbürgermeister und seinem Stadtrat sowie bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit bedanken. 

Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch, Ihr

Ralph Spiegler
Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm

Foto: stock.adobe.com | krissikunterbunt
19. Dezember 2019

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