Drohne über Wohnhaus. Foto: stock.adobe.com | Kadmy

Darf man Drohnen über Wohngebieten fliegen lassen?

Ferngesteuerte Drohnen erfreuen sich nicht zuletzt dank deutlich gefallener Preise immer größerer Beliebtheit. Mit ihnen kann man tolle Luftaufnahmen erstellen und die Welt aus einem neuen Blickwinkel betrachten. Doch ist das eigentlich überall erlaubt? Was gilt es zu beachten?

Seit ein paar Jahren gibt es eine Novelle der Drohnenverordnung. Darin ist festgelegt, wann der Betrieb innerhalb eines Wohngebietes bzw. oberhalb eines bewohnten Grundstückes zulässig ist. 

Verboten ist der Drohnenflug dort, wenn die Drohne ein Abfluggewicht von mehr als 250 Gramm aufweist. Daher sollte man schon beim Kauf darauf achten, ein entsprechend leichtes Gerät zu erwerben. 

Außerdem darf die Drohne keine so genannten „First-Person-View-Bilder“ übermitteln. Im Klartext bedeutet dies, dass keine Kameraflüge über fremden Grundstücken erlaubt sind. Dies gilt auch für Drohnen, die Wärmebildkameras verbaut haben oder die akustische Signale versenden, empfangen oder aufzeichnen können.

Einfach gesagt heißt das, dass man in Wohngebieten und über bewohnten Grundstücken nur kleine, leichte Drohnen unter 250 g fliegen lassen darf, die zudem nicht in der Lage sind, Film- oder Fotoaufnahmen zu fertigen.

Zulässig wäre dies nur dann, wenn der Eigentümer des jeweiligen Grundstücks (oder ein sonstiger Nutzungsberechtigter) ausdrücklich zugestimmt hat. Gerade in eng bebauten Ortsteilen dürfte sich jedoch auch dies als schwierig gestalten, da es fast unmöglich sein dürfte, Bildaufnahmen nur auf den erlaubten Bereich, z.B. des eigenen Grundstücks, zu beschränken. 

In der Folge wird daher empfohlen, Drohnen nur dort fliegen zu lassen, wo niemand wohnt.

Foto: stock.adobe.com | Kadmy
25. Mai 2020

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