Radfahrerin. Foto: stock.adobe.com | Mary Long

Gemeinsames Konzept für mehr Radverkehr

Die benachbarten Verbandsgemeinden Nieder-Olm und Wörrstadt wollen die Zukunft ihres Radverkehrs gemeinsam planen und gestalten. Helfen soll dabei ein neues Radverkehrskonzept, das zusammen mit einem darauf spezialisierten Planungsbüro entwickelt wird. Als vierter Partner bringt die Tourismus GmbH „Im Herzen Rheinhessens“ aus Wörrstadt die Bedürfnisse der Freizeitradler und Rad-Touristen ein. Dieser Projektvorschlag erhielt nun von einer Jury des Landes eine Spitzenbewertung und wird voraussichtlich unter anderem aus EU-Mitteln gefördert.

Doch nicht nur touristische Belange sollen berücksichtigt werden. „Einen zeitgemäßen Schwerpunkt bildet der klimafreundliche Alltags-Radverkehr: Berufspendler, Schüler und Studenten sollen auf schnellen Routen zum Ziel kommen, Bürgerinnen und Bürger entspannt zum Einkaufen und Kinder noch sicherer zum Schwimmbad radeln können“, erklärt Rainer Malkewitz, der als Beauftragter für Tourismus und Radverkehr bei der VG Nieder-Olm das Projekt auf den Weg gebracht hat. 

Auch für die benachbarte Verbandsgemeinde Wörrstadt, die zum Landkreis Alzey-Worms gehört, bieten sich gute Perspektiven: „Viele unserer Schüler und Berufspendler sind in Richtung Mainz unterwegs und werden von einer abgestimmten Routenplanung und einem einheitlichen Radwegenetz sehr profitieren. Wir freuen uns auf eine gute interkommunale Zusammenarbeit mit unserer Nachbar-VG“, ergänzt der zuständige Beigeordnete Günter Eisold. 

„Ich freue mich sehr, dass das erste größere gemeinsame Projekt der beiden Verbandsgemeinden im touristischen Bereich gleich so erfolgreich ist. Das ist ein gutes Zeichen für die zukünftige Zusammenarbeit“, so Markus Conrad, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wörrstadt. 

Sein Amtskollege aus Nieder-Olm, Bürgermeister Ralph Spiegler, bewertet die Sache auch in anderer Hinsicht als positiv. „Man sieht, dass die touristische Zusammenarbeit auch viele Vorteile für unsere Bürgerinnen und Bürger bringen kann.“ Schließlich würden durch eine Verbesserung der Alltagsradwege nicht nur Touristen profitieren. 

Alle Beteiligten wünschen sich nun einen schnellen Start des gemeinsamen Radverkehrskonzepts. Das bevorstehende STADTRADELN, welches vom 5. Bis 25. September u.a. in der Verbandsgemeinde Wörrstadt aber auch in Stadecken-Elsheim stattfindet, könnten die Bürgerinnen und Bürger dazu nutzen, um über die App RADar! Hinweise zum Zustand der vorhandenen Radwege an die Verwaltung zu schicken oder auch um Wünsche für bestimmte Strecken zu äußern. 

„Im besten Fall können diese Informationen in das Konzept schon mit eingearbeitet werden und die Belange der Radfahrenden berücksichtigt werden", erklären die verantwortlichen Beauftragten Eisold und Malkewitz.

Foto: stock.adobe.com | Mary Long
19. August 2020

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