Photovoltaik. Foto: stock.adobe.com | Zhao jiankang

Umweltfreundlicher Strom für Ober-Olmer und Nieder-Olmer Kindertagesstätten

Die Kindertagesstätte Abenteuerland in Ober-Olm und auch das Nieder-Olmer Neubauprojekt „Kita Weinberg V“ erhalten jeweils eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher zur Produktion von umweltfreundlichem Strom.

In Ober-Olm erfolgt die Errichtung im Zuge der Erweiterung der Kindertagesstätte auf dem Pultdach des Neubaus am Aicherweg. Neben der Kita soll die Solaranlage zusätzlich auch den angrenzenden Jugendfreizeitraum sowie den Bauhof mit Energie versorgen. Der Ober-Olmer Ortsbürgermeister Matthias Becker findet, dass dies eine hervorragende Sache ist: „Mit der Anlage können wir auf lokaler Ebene jährlich rund 16,7 Tonnen CO2 einsparen und einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ 

Ähnlich sieht dies Beckers Kollege Dirk Hasenfuss, Stadtbürgermeister von Nieder-Olm. In seiner Stadt ist das Potenzial sogar noch etwas größer als in Ober-Olm. 19,5 Tonnen CO2 wird man dort voraussichtlich jährlich einsparen können. „Bei unserem Neubau möchten wir mit gutem Beispiel vorangehen und im Interesse aller eine klimafreundliche Energieerzeugung realisieren“, so Hasenfuss. 

Das Prinzip der Nutzung einer Photovoltaikanlage ist eigentlich ganz einfach: Sonnenenergie wird in den Solarzellen durch den photoelektrischen Effekt in Strom umgewandelt. Über einen Wechselrichter wird dann Wechselstrom erzeugt, der direkt im Haus genutzt werden kann. Sollte die Photovoltaik-Anlage einmal mehr Strom produzieren als benötigt wird, kann man jederzeit die Überschüsse ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Somit profitieren alle davon. Durch den Speicher steht der selbst erzeugte Strom auch nachts oder an Regentagen zur Verfügung. 

„Mehr Eigenstrom bedeutet mehr Unabhängigkeit von zukünftigen Strompreissteigerungen und weniger Strombezug vom Energieversorger“, sagt Doris Leininger-Rill, Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Nieder-Olm und zuständige Baudezernentin. Innerhalb weniger Jahre könnten die Anschaffungskosten gedeckt sein. Hiermit werde deutlich, dass eine Investition in eine PV-Anlage mit Batteriespeicher eine sehr wirtschaftliche und klimaschonende Maßnahme darstellt. 

„Auch für Eigenheimbesitzer kann dies interessant sein“, sagt Leininger-Rill. Hierzu gebe es entsprechende Fördermöglichkeiten, von denen auch Nieder-Olm und Ober-Olm profitieren. 

Mit der Förderung des „Solar-Speicher-Programms“ des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz zum Beispiel werden Privathaushalte, Schulen und andere kommunale Liegenschaften dabei unterstützt, Photovoltaik-Anlagen in Zusammenhang mit Batteriespeichern zu installieren. Die Förderung durch das „Solar-Speicher-Programm“ beträgt 100 Euro pro kWh nutzbarer Speicherkapazität. Für Privathaushalte muss die Kapazität des Speichers mindestens 5 kWh betragen. Zusätzliche Fördervoraussetzung ist die Neuinstallation einer PV-Anlage mit einer Leistung von mindestens 5 kWp. Darüber hinaus besteht zusätzlich die Möglichkeit, das KfW-Förderprodukt „Erneuerbare Energien – Standard“ als Kredit zu beantragen. 

Infos zum Förderprogramm finden Sie im Internet unter energieagentur.rlp.de. Über den Erneuerbare-Energien-Kredit erhalten Sie Auskünfte unter www.kfw.de.

Foto: stock.adobe.com | Zhao jiankang
25. Mai 2020

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