In unserer Arbeit erleben wir, dass viele dieser Kinder dauerhaft emotional belastet sind, früh Verantwortung übernehmen sowie chronische Überforderung und Gewalt erleben. Diese Belastungen führen zu sozialer Isolation und Bildungsbenachteiligung sowie zu einem vielfach erhöhten Risiko für eigene psychische- oder Suchterkrankungen.
Hinzu kommen rund sechs Millionen Erwachsene, die selbst in suchtbelasteten Familien aufgewachsen sind und deren Unterstützungsbedarfe in den Hilfesystemen häufig erst spät oder gar nicht erkannt werden. Damit wird deutlich, dass die Auswirkungen nicht nur einzelne Lebensphasen, sondern ganze Biografien betreffen.
Umso wichtiger ist es, Kindern aus suchtbelasteten Familien frühzeitig verlässliche Unterstützung zu bieten. Sie brauchen niedrigschwellige, gut erreichbare und langfristig abgesicherte Unterstützungsangebote. Aus fachlicher Sicht sind kommunale Gesamtkonzepte ein zentrales Instrument, um die Hilfen nachhaltig zu verbessern. Sie schaffen den Rahmen für verbindliche, ressortübergreifende Kooperationen zwischen Jugendhilfe, Suchthilfe, Gesundheitswesen und Eingliederungshilfe und ermöglichen so passgenaue, koordinierte Hilfen.
Die Beratungsstelle Reling bietet kostenfrei und ganzjährig Beratung für Kinder und Angehörige aus suchtbelasteten Familien an.
