Gewerbesteuer bezahlen
Leistungsbeschreibung
Sie sind eine Einzelperson und erzielen mit Ihrem inländischen Gewerbebetrieb einen Gewerbeertrag von mehr als EUR 24.500? Dann liegen Sie über dem Freibetrag und müssen bei Ihrem Finanzamt eine elektronische Gewerbesteuererklärung abgeben. Darin erklären Sie, wie hoch Ihr Gewerbeertrag im Erhebungszeitraum – also im abgelaufenen Kalenderjahr – war.
Zudem erklären Sie ausgehend von Ihrem Gewinn oder Verlust – Einnahmen abzüglich Ausgaben – weitere Hinzurechnungen oder Kürzungen.
Außerdem geben Sie an, in welcher Gemeinde Sie Ihr Gewerbe betreiben. Anschließend erhalten Sie vom Finanzamt einen Bescheid über den sogenannten Gewerbesteuermessbetrag.
Den Gewerbesteuermessbetrag ermittelt das Finanzamt, indem es den Gewerbeertrag mit der Steuermesszahl von 3,5 Prozent multipliziert. Dieser Messbetrag ist die Grundlage für die Höhe der Gewerbesteuer.
Das Finanzamt informiert die Gemeinde, in der Sie Ihr Gewerbe betreiben, über den Gewerbesteuermessbetrag. Sie erhalten anschließend einen Bescheid über die von Ihnen zu zahlende oder die von der Gemeinde an Sie zu erstattende Gewerbesteuer.
Die Gemeinde errechnet die Gewerbesteuer aus dem Gewerbesteuermessbetrag des Finanzamtes multipliziert mit dem Gewerbesteuer-Hebesatz der Gemeinde. Jede Gemeinde bestimmt ihren Hebesatz selbst.
Die Gemeinde entscheidet mit dem Bescheid über die Gewerbesteuer auch über die in Zukunft von Ihnen zu zahlenden Vorauszahlungen der Gewerbesteuer für den nachfolgenden Erhebungszeitraum.
Spezielle Hinweise für - Verbandsgemeinde Nieder-OlmDer Gewerbesteuer unterliegt jeder Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird. Als Gewerbebetrieb bezeichnet man ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des Einkommenssteuergesetzes. Steuerschuldner ist der Unternehmer, d. h. auf dessen Rechnung das Unternehmen betrieben wird. Für die Ermittlung der Gewerbesteuer ist der Gewerbeertrag (ermittelter Gewinn) maßgebend. Das Gewerbekapital wird nur für Veranlagungen für die Jahre vor dem 01.01.1998 herangezogen, da diese ab dem 01.01.1998 durch Gesetzesbeschluss der Bundesregierung weggefallen ist. Die Gewerbesteuer wird erst dann erhoben, wenn der Gewerbeertrag mehr als 25.000,00 € im Jahr beträgt und auch nur für die festgestellte Summe, die den Freibetrag von 25.000,00 € übersteigt. Zinsen zur Gewerbesteuer Seit dem 01.01.1989 werden Zinsen zur Gewerbesteuer festgesetzt. Zinsen fallen immer dann an, wenn die Festsetzung der Gewerbesteuer gegenüber der Vorauszahlung zu einem Unterschiedsbetrag führt. Dabei ist es egal, ob eine
Steuernacherhebung oder eine Steuererstattung entstanden ist. Die ersten 15 Monate nach dem Veranlagungsjahr bleiben von der Zinsfestsetzung befreit (Karenzzeit). Die Verzinsung wird wie folgt durchgeführt: der Unterschiedsbetrag wird nach § 238 (Abgabenordnung) AO auf volle 50,00 € nach unten abgerundet die Zinsen betragen 0,5 % des zu verzinsenden Betrages pro Monat, wobei nur volle Monate berechnet werden die Zinsen werden nicht festgesetzt, wenn sie weniger als 10,00 € betragen Die Höhe der aktuellen Steuerhebesätze finden Sie auf unserer Homepage www.vg-nieder-olm.de unter Ihrer Ortsgemeinde/Stadt "Weitere Informationen / Steuerhebesätze". Weitere Fragen werden wir Ihnen gerne telefonisch oder bei einer Vorsprache in unserem Büro beantworten.Rechtsgrundlage
Anträge / Formulare
Formulare vorhanden: Nein
Schriftform erforderlich: Nein
Formlose Antragsstellung möglich: Nein
Persönliches Erscheinen nötig: NeinOnline-Dienste vorhanden: Ja
Die Gewerbesteuererklärung muss elektronisch übermittelt werden.
Die dafür benötigte Steuersoftware gibt es bei vielen kommerziellen Anbietern. Die Gewerbesteuererklärung kann aber auch kostenfrei über das Online-Portal der Finanzverwaltung (ELSTER) erstellt und übermittelt werden.
Was sollte ich noch wissen?
Es gibt keine Hinweise oder Besonderheiten.