Fahne Mayors for Peace

Die VG Nieder-Olm zeigt Flagge


Weltweit nehmen bewaffnete Auseinandersetzungen zu, Rüstungsausgaben steigen und politische Spannungen verschärfen sich an vielen Orten gleichzeitig. Nach aktuellen Schätzungen des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI verfügen die neun Atommächte noch immer über rund 12.187 Atomsprengköpfe. Statt eines konsequenten Abbaus dieser Bestände beobachten Friedensforscherinnen und Friedensforscher vielerorts eine Modernisierung der Arsenale.

Vor diesem Hintergrund hissen am 8. Juli 2026 wieder mehr als 600 Städte und Gemeinden in Deutschland die Flagge der „Mayors for Peace“ vor ihren Rathäusern. So auch die Verbandsgemeinde Nieder-Olm, die sich als Mitglied des weltweiten Bündnisses an dieser Aktion beteiligt und ein sichtbares Zeichen für nukleare Abrüstung, für Dialog statt Konfrontation und für ein friedliches Miteinander der Menschen weltweit setzt.

„Wenn ich auf die aktuelle Weltlage schaue, auf den Krieg in der Ukraine, die Lage im Nahen Osten, den Konflikt zwischen den USA und dem Iran oder die zahlreichen weiteren Krisenherde, dann wird deutlich, wie brüchig das Gefühl von Sicherheit gerade ist. Dass es in einer so vernetzten Welt zu Konflikten zwischen Staaten kommt, lässt sich nicht vermeiden. Entscheidend ist aber, wie wir mit diesen umgehen. An erster Stelle sollte immer stehen, miteinander zu reden, Kompromisse zu suchen und auf Verständigung zu setzen, statt auf Häre und

Eskalation. Dies sollte meiner Meinung nach auch unser gemeinsamer Anspruch als Gesellschaft sein. Wenn wir unseren Kindern, Enkelkindern und den nachfolgenden Generationen eines mitgeben sollten, dann ist es genau das: die Erfahrung, dass man Probleme und Konflikte friedlich durch Dialoge und gegenseitiges Verständnis lösen kann. Aus diesem Grund beteiligen wir uns auch in diesem Jahr erneut am Flaggentag, als Zeichen dafür, für welche Werte und Prinzipien wir als Verbandsgemeinde stehen wollen“, erklärt Bürgermeister Ralph Spiegler.