So beteiligte sich die Verbandsgemeindeverwaltung Nieder-Olm erneut am bundesweiten Aktionstag und bot jungen Menschen die Möglichkeit, Berufsfelder kennenzulernen, in denen ihr Geschlecht bisher noch unterrepräsentiert ist.
Drei Schülerinnen verbrachten den Tag im Rathaus Nieder-Olm, zwei Schüler in der Kindertagesstätte „Löwenzahn“. Dunja Paulitschek, Gleichstellungsbeauftragte der Verwaltung und Organisatorin des Aktionstags, empfing Leni, Sophie und Kaja am Morgen im Verwaltungsgebäude. Den Auftakt bildete eine Führung durch das Rathaus, die Frau Dubinski übernahm. Die Auszubildende der Verbandsgemeinde stellt dabei nicht nur die räumlichen Strukturen vor, sondern vermittelte den Teilnehmerinnen auch ein erstes Verständnis für die Organisation und die Aufgabenbereiche der einzelnen Abteilungen.
Für Kaja folgte daraufhin ein Arbeitstag in der Abteilung 3 (Bauen, Umwelt und Verkehr), in welcher die Mitarbeitenden sich Zeit für ihre Fragen nahmen und gleichzeitig einen authentischen Einblick in die vielseitigen Aufgaben ermöglichten.
Leni und Sophie konnten währenddessen gleich in mehrere Aufgabengebiete hineinschnuppern. Zunächst begleiteten sie die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Doris Leininger-Rill, und erhielten so einen unmittelbaren Eindruck von den Aufgaben einer Dezernentin. Doris Leininger-Rill berichtete von laufenden Projekten in ihrem Dezernat, nahm Bezug auf den Flächennutzungsplan der VG und erläuterte ganz grundlegend, wie kommunalpolitische Entscheidungsprozesse ablaufen. „Es freut mich, dass sich junge Menschen für die Arbeit in der Kommunalverwaltung interessieren. Leni und Sophie haben aufmerksam zugehört und gute Fragen gestellt. Der Aktionstag leistet einen wichtigen Beitrag, um überholte Rollenbilder aufzubrechen. Junge Frauen sollen erkennen, dass ihnen in der Verwaltung alle Türen offenstehen, gerade auch in Führungspositionen“, so Doris Leininger-Rill.
Vor der Mittagspause setzten Leni und Sophie ihren Tag bei Ute Breivogel fort. Die Büroleiterin sowie Leiterin der Abteilung Zentrale Dienste und Finanzen erklärte den organisatorischen Aufbau der Verwaltung und verdeutlichte, wie die einzelnen Bereiche ineinandergreifen. Dabei ging sie auch auf die Aufgaben der Kämmerei ein und zeigte auf, welche Bedeutung das Finanzwesen für eine funktionierende Verwaltung hat. „Beide Damen haben wirklich interessiert zugehört und nachgefragt, wenn sie etwas genauer wissen wollten. Das zeigt, dass der Girls’Day eine sinnvolle Sache und eine Investition in mehr Chancengleichheit ist. Ich hoffe, wir konnten vermitteln, wie vielseitig und facettenreich die Arbeit in einer Verwaltung tatsächlich ist“, resümierte Ute Breivogel die gemeinsame Zeit.
Im Anschluss an die wohlverdiente Mittagspause ging es für die beiden Schülerinnen schließlich in den IT-Bereich. Dort erläuterten die Mitarbeitenden die technische Infrastruktur der Verwaltung und demonstrierten, welche Systeme den täglichen Betrieb sicherstellen. Besonders aufschlussreich gestaltete sich der praktische Teil: Ein Computer wurde geöffnet, die einzelnen Komponenten wurden erklärt und Leni sowie Sophie durften selbst in Aktion treten. So wurde das zuvor Abstrakte schlussendlich greifbar und verständlich.
Doch nicht nur im Rathaus wurde geschnuppert, gestaunt und gefragt: So verbrachten zwei Schüler ihren Boys’Day in der Kindertagesstätte „Löwenzahn“ und erhielten einen umfassenden Einblick in den gesamten Tagesablauf einer Erzieherin bzw. eines Erziehers. Über das gemeinsame Frühstück bis hin zu pädagogischen Angeboten waren sie aktiv eingebunden. Es wurde mit den Kindern gespielt oder auch bei kreativen Angeboten unterstützt. Die jungen Teilnehmer konnten aus erster Hand erfahren, wie viel Verantwortung, Geduld und Aufmerksamkeit die Arbeit in einer Kindertagesstätte erfordert.
Am Abschluss des Tages erhielten die Teilnehmenden eine Erinnerungstasche mit kleinen Präsenten und Informationen über Ausbildungsmöglichkeiten. So bildet auch die Verbandsgemeinde Nieder-Olm kontinuierlich in unterschiedlichen Bereichen aus und freut sich über die Bewerbungen engagierter junger Menschen. Und wer weiß: Möglicherweise war dieser Tag für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ja mehr als ein abwechslungsreicher Schnuppertag.

