Auf dem Bild erkennt man Menschen mit Schaufeln, die auf einer Baustelle stehen. 

Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus in Jugenheim


Wissend um die Bedeutsamkeit dieses Termins nahmen, neben Bürgermeister Ralph Spiegler, der Ersten Beigeordneten Doris Leininger-Rill sowie Tim Süssenberger, Ortsbürgermeister von Jugenheim, auch zahlreiche Mitglieder des Verbandsgemeinderates sowie Vertreter der Feuerwehr teil. Ebenfalls anwesend waren die verantwortlichen Planer Volker Hiebel und Tobias Retzler, Vertreter des beauftragten Bauunternehmens Gerharz sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger und Mitarbeitende der Verbandsgemeindeverwaltung.

Dem ersehnten Spatenstich vorausgegangen war ein langer und nicht immer einfacher Prozess. Bereits seit 2017 beschäftigt das Vorhaben die Verwaltung, Gremien und Ausschüsse der Verbandsgemeinde Nieder-Olm. So hatten unter anderem Umplanungen, neue Vorgaben und Förderfragen den Baubeginn immer wieder verzögert. Umso größer ist nun die Freude aller Beteiligten, dass der Spatenstich nun tatsächlich gesetzt werden konnte.

„Dieses Projekt begleitet uns seit nunmehr neun Jahren. In dieser Zeit brauchte es viel Geduld, viele Gespräche und auch einige neue Anläufe. Aus diesem Grund freue ich mich sehr, dass wir nun den Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Jugenheim setzen konnten. Das ist ein wichtiger Tag für die Ortsgemeinde Jugenheim, die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sowie für die gesamte Verbandsgemeinde“, macht Bürgermeister Ralph Spiegler die Tragweite des Termins deutlich.

Die Erste Beigeordnete Doris Leininger-Rill verweist auf die intensive Vorarbeit, die dem Baustart vorausgegangen ist: „Ein Bauprojekt dieser Größenordnung verlangt stets eine sorgfältige Planung und eine enge Abstimmung mit allen Beteiligten. Von der Standortfrage über die bauliche Ausgestaltung bis hin zu den Anforderungen waren viele Punkte zu klären. Ich freue mich sehr, dass wir nun an dem Punkt sind, an dem aus den Planungen und Gesprächen Wirklichkeit wird und wir den Bau beginnen können. Mein Dank gilt dabei auch den Planern sowie den am Bau beteiligten Unternehmen.“

Mit dem Spatenstich verbindet Tim Süssenberger, Ortsbürgermeister von Jugenheim, die Hoffnung auf bessere Rahmenbedingungen für die Feuerwehr sowie eine spürbare Entlastung für die Ortsgemeinde an anderer Stelle: „Der Spatenstich ist ein ganz wichtiger Schritt für Jugenheim. Die Verhältnisse im bisherigen Feuerwehrhaus sind beengt. Bei Feierlichkeiten beispielsweise muss die Feuerwehr ihre Räume bislang immer wieder freigeben, was jedes Mal mit ehrenamtlichem Aufwand verbunden ist. Der neue Standort und das neue Gebäude sind deshalb ein echter Gewinn. Es entsteht ein Feuerwehrgerätehaus, das heutigen Standards und modernen Anforderungen gerecht wird. Gleichzeitig öffnet sich für die Ortsgemeinde die Chance, das bisherige Feuerwehrhaus zukünftig als festen Ort für Feste und Veranstaltungen zu nutzen.“

Auch bei der Feuerwehreinheit Jugenheim selbst ist die Freude über den Baubeginn groß: „Künftig werden wir eine deutlich bessere Anbindung haben, nicht nur innerhalb von Jugenheim. Wir können uns dort insgesamt besser aufstellen und auch mehr sowie größere Übungen durchführen. Das neue Hygienekonzept sieht außerdem vor, dass sich unsere Einsatzkräfte nach Einsätzen und Übungen direkt im Gebäude duschen und umziehen können. Fahrzeuge, Mannschaft, Ausbildung und Übungsmöglichkeiten werden dann an einem modernen Ort gebündelt sein. Das ist ein großer Schritt nach vorn“, so Thomas Kindling, Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Jugenheim.

Der Standort des Neubaus bringt für die Feuerwehr klare Vorteile mit sich. Von dort können alle Bereiche Jugenheims, im Bedarfsfall ebenso das benachbarte Partenheim, zügig erreicht werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Nähe zur Nieder Ramstädter Diakonie, wo gelegentlich Einsätze stattfinden.

Wenn das neue Feuerwehrgerätehaus im kommenden Jahr eingeweiht wird, hat dies auch eine ganz besondere Symbolkraft: So feiert die Feuerwehr Jugenheim 2027 ihr 75-jähriges Bestehen. Und wo könnte dieses Jubiläum schöner begangen werden als im neuen Feuerwehrhaus?